Neugraben-Fischbek

Strafunmündige Jugendliche plündern Neugraben aus

Neugraben-Fischbek. Neugraben hat ein Problem: Eine dreiste Jugendbande, deren Mitglieder sich durchaus ihrer Strafunmündigkeit bewusst sind, hat offenbar eine lukrative Möglichkeit zur Finanzierung der Freizeitaktivitäten entdeckt. Seit Wochen sind die Geschäftsinhaber in der Neugrabener Marktpassage in den Fokus der Jugendlichen gerückt. Mit bisher 11 Einbrüchen haben die Halbstarken -die Meisten sind offenbar strafunmündig- einen Schaden in mindestens fünfstelliger Höhe verursacht. Ein Ende ist nicht abzusehen, da die Jugendlichen nach der Personalienfeststellung aus dem polizeilichen Gewahrsam wieder entlassen werden müssen und keine Strafe zu fürchten haben.

In der letzten Nacht war es geradezu erwartbar, dass es wieder zu einem Einbruch kommen würde. Ein aufmerksamer Passant hatte die Tathandlungen aus der Ferne beobachtet und die Polizei informiert. Nachdem gewaltsam in ein französisches Cafe eingebrochen und im Laden ein hoher Sachschaden verursacht wurde, konnte die Polizei wenig später einen 14-jährigen Jugendlichen gegen 2:25 Uhr auf frischer Tat festnehmen. Der junge Mann war erneut in das Geschäft eines Herrenausstatters eingebrochen. Befand sich aber noch im Eingangsbereich als die Polizei eintraf. Er musste zunächst die üblichen polizeilichen Maßnahmen über sich ergehen lassen und wurde vorläufig festgenommen. Er wurde nach der Feststellung seiner Personalien seinen Eltern übergeben und konnte die Dienststelle der Polizei wieder verlassen.

Erst gestern ist die Auslage der HC Parfümerie, ebenfalls in der Fußgängerzone, nach einem Einbruch ausgeräumt worden. Tatverdächtig sind zwei Mädchen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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4 Kommentare

  1. Der Begriff der üblichen polizeilichen Repressalien ist fehl am Platze. Eigentlich sind dies völkerrechtswidrige staatliche Maßnahmen gegen einen anderen Staat, die nur als Gegenmaßnahmen wegen völkerrechtswidriger Handlung möglich sind oder in der Umgangssprache auch nicht gesetzlich legitimierte Zwangsmaßnahmen. Beides ist hier nicht der Fall. Es war wohl eher die polizeilich durchgeführte Bearbeitung der Erfassung einer Straftat. Dafür gebührt der Polizei durchaus Dank. Professionelle Truppe, die schnell vor Ort war.

  2. Wieso machen sie diese folgende Aussage? „Ein Ende ist nicht abzusehen, da die Jugendlichen nach der Personalienfeststellung aus dem polizeilichen Gewahrsam wieder entlassen werden müssen und keine Strafe zu fürchten haben.“ Wer von der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt wird, bleibt in diesem Rechtsstaat doch nicht straffrei!? Das ist eine inhaltlich falsche Aussage, die außerdem die politische Diskussion, die es rund um das Thema Jugendstrafrecht gibt, nicht nur anheizt sondern auch eine politische Positionierung ihrerseits beinhaltet. Objektive Berichterstattung sieht anders aus!

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