Harburg

Erweiterte Zentrale Notaufnahme mit integrierter KV-Notfallpraxis eröffnet

Harburg. Nach umfassenden Umbaumaßnahmen wurde heute die modernisierte, neu strukturierte und erweiterte Zentrale Notaufnahme (ZNA) im Asklepios Klinikum Harburg der Öffentlichkeit präsentiert. Das Besondere in dieser ZNA: Ärzte und Pflegekräfte der Klinik versorgen zukünftig gemeinsam mit Medizinern der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) die Patienten. An einem „zentralen Tresen“ nehmen zwei Medizinische Fachangestellte des Asklepios Klinikums Harburg, welche seit zwei Jahren auch für die KV tätig sind, die Triage (Ersteinschätzung) der ankommenden Patienten vor.

Die KV-Notfallpraxis wird damit räumlich in die ZNA integriert. Um den neuen Anforderungen zu entsprechen, wurden 13 neue Räume eingerichtet, alleine acht für die Triage, drei Funktionsräume sowie je einer für Demenzkranke und psychiatrische Patienten sowie drei neue Wartezimmer. Somit gibt es nur noch eine zentrale Anlaufstelle für fußläufige Patienten im Asklepios Klinikum Harburg. Die bisherige KV-Praxis auf dem Gelände des Asklepios Klinikums Harburg wird damit faktisch in die ZNA integriert. Die Inbetriebnahme der neuen ZNA wird am 1. Februar 2020 erfolgen.Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Die neue Zentrale Notaufnahme ist ein weiterer wichtiger Schritt für eine noch stärker am Patienten orientierte medizinische Versorgung. Mit ihr wird die ambulante medizinische Versorgung im Raum Süderelbe auf hohem Niveau für die kommenden Jahre verbessert. Die ZNA ist mit der hier in Harburg realisierten Lösung mit einem modernen und geradezu einladenden Tresen als erste Anlaufstelle für Notfallpatientinnen und -patienten ein Schritt hin zur zukünftigen Ausrichtung der Notfallversorgung mit Integrierten Notfallzentren (INZ).“
 
„Wir sind in Harburg der zentrale Notfallversorger. Mit Unterstützung der Stadt konnten wir unsere Notaufnahme noch einmal für den wachsenden Bedarf erweitern und neu strukturieren. Die klare räumliche Trennung von fußläufigen und liegend ankommenden Patienten in zwei Bereiche, mit zwei separaten Zugängen, in deren Mitte die wichtigen Funktions- und Diagnostikbereiche liegen, ist in dieser Form in Hamburg einmalig und ermöglicht eine deutlich schnellere und bessere Patientenversorgung, gemeinsam mit unseren Partnern von der KV“, sagt Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH.
 
„Es ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Notfallversorgung im Süderelberaum, die Zentrale Notaufnahme des Asklepios Klinikums Harburg und die Notfallpraxis der KV Hamburg zu integrieren. Eine solche Zusammenlegung der bisher getrennten Einrichtungen – und zudem noch in so schönen neuen Räumlichkeiten mit angenehmer Atmosphäre – macht die Notfallversorgung kompakter, wirtschaftlicher und für den Patienten komfortabler: Das neue Konzept am Asklepios Klinikum Harburg bietet die besten Voraussetzungen dafür, dass der Patient umgehend in die für ihn richtige Versorgungsebene geführt wird, entweder als Notfall in die ZNA oder ambulant in die Notfallpraxis der KVH. Hiermit beweist die Selbstverwaltung ein weiteres Mal, dass sie kreative und patientenorientierte Versorgungsideen entwickelt und realisiert – ohne dafür Detailvorgaben aus der Politik zu benötigen. Dies wird inzwischen auch vom Gesetzgeber erkannt: Die aktuelle Notdienstreform geht in die richtige Richtung“, sagt Caroline Roos, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.
 
„Diese Neustrukturierung ist der richtige Weg im Sinne des Patienten und kommt der Idee eines Integrierten Notfallzentrums schon sehr nahe“, sagt Priv.-Doz. Dr. Sara Sheikhzadeh, Leiterin der Notaufnahme im Asklepios Klinikum Harburg, die das Konzept erläuterte. „Neu ist auch, dass Patienten am Tresen künftig eine Art „boarding pass“ erhalten, auf dem sie den geplanten Ablauf der Untersuchungen (Labor, Bildgebung etc.) und Behandlung erkennen können, inkl. der voraussichtlichen Wartezeiten. Der Patient wird durch mehrere Wartezonen gelotst, dabei gibt es sogar eine speziell für psychiatrische Patienten. Das neue Kommunikationskonzept, bei dem der Patient selbst jeden Schritt nachvollziehen kann und weiß, warum und auf wen er wartet, dient der Transparenz und der Patientenzufriedenheit“, sagt Sheikhzadeh.
 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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