HamburgVorsicht Betrug

Polizei warnt vor aktueller Einbruchswelle in Hamburg

Hamburg. In Hamburg schaut man hin: Die Polizei Hamburg warnt erneut vor Wohnungseinbrechern. Trotz der seit Jahren rückläufigen Zahlen kommt es derzeit im gesamten Hamburger Stadtgebiet zu einer dramatisch angestiegenen Zahl an Wohnungseinbrüchen.

Überwiegend tagsüber und zur Dämmerung, wenn viele Menschen nicht zu Hause sind, haben die Täter zuletzt ihre Taten begangen. Es gibt Anhaltspunkte, dass sich momentan reisende Einbrecherbanden aus Südamerika und Südosteuropa in der Hansestadt aufhalten. Konkret gab es vorgestern im Zusammenhang mit einem Wohnungseinbruch einen Hinweis auf zwei junge Frauen, mutmaßlich aus dem südosteuropäischem Raum, die sich mit einer silbernen Mercedes A-Klasse älteren Baujahrs von einem Tatort entfernt haben.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang auch im Sinne der Öffentlichkeitskampagne „In Hamburg schaut man hin“ an die Hamburger Bevölkerung: Seien Sie wachsam und wenden Sie sich schon beim kleinsten Verdacht an die Polizei! „Geh‘ auf Nummer sicher – Ruf‘ die Polizei!“

Weiterhin ergehen folgende Hinweise zur Einbruchsprävention:

1. Verschließen Sie beim Verlassen Ihre Haus- oder Wohnungseingangstür sorgfältig. Gleiches gilt auch für alle Fenster und Terrassen-/ Balkontüren. Auch auf Kipp stehende Fenster oder Balkontüren können leicht von außen geöffnet werden. Ziehen Sie bei Abwesenheit die Schlüssel vom abschließbaren Fenstergriff ab.

2. Überprüfen Sie den mechanischen Grundschutz. Noch immer verfügen viele Fenster und Türen über einen völlig unzureichenden Einbruchschutz. Informieren Sie sich gründlich über die Möglichkeiten der Nachrüstung oder des Austauschs. Neben dem Fachhändler Ihres Vertrauens stehen Ihnen auch die produktneutralen polizeilichen Beratungsstellen im Bundesgebiet als Informationsquelle kostenfrei zur Verfügung (www.k-einbruch.de). Nutzen Sie auch die finanziellen Förderangebote der KfW-Bank.

3. Ist jemand zu Hause? Eine überzeugende Innen-/ Außenbeleuchtung auch bei Abwesenheit z. B. mit Dämmerungsschaltern oder Zeitschaltuhren sorgt dafür, dass die Wohnung oder Haus bei Dunkelheit nie verlassen wirkt.

4. Wenn Sie einen Türspion oder eine Gegensprechanlage haben, nutzen Sie diese! Machen Sie sich den prüfenden Blick zur Gewohnheit, bevor Sie Ihre Tür öffnen. Fragen Sie konkret, warum jemand ins Haus möchte. Haben Sie Zweifel, so öffnen Sie nicht!

5. Pflegen Sie Kontakte zu Ihren Nachbarn. Teilen Sie längere Abwesenheiten einer Vertrauensperson mit, tauschen Sie Telefonnummern aus, damit man Sie im Zweifelsfall erreichen kann. Öffnen Sie nicht , wenn z. B. Unbekannte bei Ihnen klingeln und unter einem Vorwand in das Mehrfamilienhaus wollen.

6. Begeben Sie sich nicht in Gefahr. Versuchen Sie niemals, einen Einbrecher zu stellen. Wenn Ihnen etwas verdächtig erscheint, wählen Sie lieber schnell den kostenfreien Polizeiruf 110. Beobachten Sie aus sicherer Position und teilen Sie Ihre Beschreibung des Täters umgehend der Polizei mit.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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