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Politik

Czech übt Kritik an Bäderlands Haltung zum Kombibad Neugraben

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Neugraben-Fischbek. Kommunalpolitiker aus dem Bezirk Harburg und Neu Wulmstorf haben in Anbetracht maroder und renovierungsbedürftiger Frei- und Hallenbäder einen Plan geschmiedet, der in Zeiten klammer Kassen vorbildlich sein könnte. Doch können zwei unterschiedliche Bundesländer gemeinsam ein Kombibad betreiben?

Dazu hat die Bürgerschaft im Oktober 2018 eine Machbarkeitsstudie beantragt. Doch weder liegen neue Erkenntnisse vor, noch ist das Ergebnis der Studie veröffentlicht. Die städtische Hamburger Bäderland GmbH hat sich gegenüber der Presse trotzdem ablehnend zu einem neuen Kombibad in Süderelbe positioniert.

Der Neugrabener Bürgerschaftsabgeordnete Matthias Czech (SPD) kritisiert die Aussagen von Bäderland in der Presse scharf: „Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie liegt der Bürgerschaft noch nicht vor. Dass sich Bäderland und somit indirekt auch die Umweltbehörde, nun vorab gegen das Kombibad positionieren und zahllose Bedenken in der Presse streuen, empfinde ich als eine Missachtung des Parlaments. Wir wissen, dass dies kein einfaches Projekt ist. Deshalb haben wir auch erst einmal eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Jetzt gilt es, das Ergebnis der Studie abzuwarten und dieses dann auszuwerten.“

Hinzu kommt, dass das Freibad Neugraben jährlich aus bezirklichen Sondermitteln des Bezirks Harburg mit bis zu 90.000 Euro unterstützt wird. Diese Mittel für andere kommunale Projekte wieder frei zu bekommen, ist ebenfalls wünschenswert.

Czech weiter: „Wenn der Bürgerschaft das Studienergebnis vorliegt, beziehen wir auch gerne eine fachkundige Einschätzung von Bäderland hierzu in unsere Bewertung ein. Ich weiß, dass wir in Neugraben durch die Neubaugebiete Fischbeker Heidbrook und – Reethen gut 10.000 neue Bewohner im Stadtteil bekommen werden. Diese bringen auch ein Nachfragepotential für ein hochwertiges Badangebot mit. Zugleich hat die Gemeinde Neu Wulmstorf einen Sanierungsstau bei ihren beiden Bädern. Ein gemeinsames Kombibad hätte im Einzugsbereich Neugraben und Neu Wulmstorf ein Kundenpotential von fast 50.000 Menschen. Dass sich die GRÜNE Umweltbehörde nun vorab als Zweifler und Bremser positioniert, halte ich für unredlich. Sie sollte stattdessen auf unsere Nachbargemeinde Neu Wulmstorf zugehen und konkrete Möglichkeiten für eine Kooperation ausloten.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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