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Hamburg

Post will Stammbezirke abschaffen – Beschäftigte sind alarmiert

Hamburg. Die Stammzusteller sind das Rückgrat der Deutschen Post AG. Sie kennen den Bezirk wie kein anderer, sind oft beliebt bei den Kunden. Die in der Regel ausgebildeten Kräfte wissen, worauf es ankommt. Sie kennen sich mit den vielen Servicediensten der Post aus und wissen genau, wer wo wohnt und wohin die Post darf, wenn mal jemand nicht Zuhause ist.

Und genau diese Stammzusteller will die Deutsche Post AG Niederlassung Brief Hamburg nach Informationen aus dem Kreise der bei Verdi organisierten Beschäftigten jetzt loswerden. Das Stammzustellerprinzip sei nicht mehr Zeitgemäß, heißt es seitens des Arbeitgebers. Die Post argumentiert mit mehr Flexibilität. Die Zusteller könnten bis zu 15 Bezirke bedienen. Die Begrenzung von so genannten Übertragungen (Aufteilen von Post aus nicht besetzten Bezirken) will der Arbeitgeber sogar ganz abschaffen.

Damit würde das Unternehmen seine Personalpolitik auf dem Rücken der Beschäftigten fortsetzen. Bereits seit Jahren sind die Zustellstützpunkte personell unterbesetzt. Die Belastung der Mitarbeiter wird immer größer. „Mit den neuen Ideen der Niederlassung Betrieb Hamburg wird die Deutsche Post AG auch den letzten Rest der Kunden und Mitarbeiter verärgern“, heißt es. Angesichts anhaltender Milliardengewinne des Konzerns bliebe nicht nur die Wertschätzung der Mitarbeiter auf der Strecke. Es wäre schlicht auch die Bankrotterklärung beim Thema Service.

Über Jahre hat man Kundenzentren abgebaut, die Versorgung der Kunden ausgedünnt. Als ehemaliges Staatsunternehmen und einer Beteiligung des Steuerzahlers an der Deutschen Post AG mit 25,5% ist diese Art des Umgangs mit Mitarbeitern und Kunden in einer sozialen Marktwirtschaft überaus in Frage zu stellen. Sollten diese Pläne umgesetzt werden, könnte es dem Unternehmen das Rückgrat kosten. Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Ver.di sollen noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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5 Kommentare

  1. Das ist ja klar die Post treibt echt moderne Sklaverei was die Mitarbeiter tat für Tag leisten und Überstunden machen und die Mitarbeiter die jeden Tag 2. bis 3 Stunden mehr arbeiten ohne Bezahlung keine Anerkennung gegenüber von Mitarbeitern zirka die Überstunden die Mann gleistet hast die verschwinden auf ein Mal wenn man es nicht kontrolliert hat Mann Pech. Und wenn Mitarbeiter merken dass die Überstunden weg sind muss Mann fast betteln dass Mann die wieder gut geschrieben bekommt allerdings Mann muss alles dokumentieren wenn nicht ist alles verloren

    1. Fehler gestehe ich Jedem zu. Auch Abgeordneten. Worüber ich mich immer wieder aufrege, ist diese rückgratlose Mentalität, immer so weiter zu machen, auch wenn die Karre offensichtlich an die Wand gefahren wird.

      1. Die Karre wird doch nicht an die Wand gefahren,. Jedes Jahr mehr Umsatz. Und das zählt letztendlich nur. Also alles richtig gemacht wem kümmert wenn Sendungen falsch zugestellt werden etc. Wenn der Umsatz stimmt.

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