Landkreis Harburg

Sturmeinsätze im Landkreis forderte die Feuerwehren

Landkreis Harburg. Eine Woche, nachdem das Orkantief „Sabine“ auch über den Landkreis Harburg zog und in der Folge für fast 200 Hilfeleistungseinsätze bei den Feuerwehren sorgte, fegte am Sonntag mit Sturmtief „Viktoria“ erneut ein Tief mit teils schweren Sturmböen über den Landkreis Harburg. Von Sonntag Vormittag bis in die späten Abendstunden hinein mussten die Feuerwehren des Landkreises Harburg zu mehr als 30 Hilfeleistungseinsätzen ausrücken. Vielfach waren es umgestürzte oder zu fallen drohende Bäume, aber in manchen Fällen drohten auch größere Dachteile oder Schornsteinabdeckungen wegzuwehen. 

Um 9.43 Uhr erfolgte der erste Einsatz, die Feuerwehr Sprötze rücke in die Straße „Am Schmokbach“ aus, hier drohte ein Baum umzustürzen. Ebenfalls ein gefährdeter Baum rief um 11.46 Uhr die Feuerwehr Stelle in die Straße „Birkenhof“ in Stelle auf den Plan. Am Nachmittag verschärfte sich die Situation, der Sturm nahm zu, und um 14.08 Uhr rückte die Feuerwehr Tötensen gemeinsam mit der Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld in den Metzendorfer Weg aus, hier hatte der Sturm einen großen Ast in einer Baumkrone in etwa 12 Metern Höhe abgebrochen, über die Drehleiter beseitigten die Feuerwehrleute diese Gefahrenstelle.

Umgestürzte oder gefährliche Bäume beschäftigen in der weiteren Folge die Feuerwehren aus Asendorf, Buchholz, Dierkshausen, Dohren, Ehestorf/Alvensen, KElstorf, Fleestedt, Handeloh, Hittfeld, Jesteburg, Lüllau, Schierhorn, Sprötze, Tötensen, Wenzendorf und Wistedt teils mehrfach. In Maschen rückte die Feuerwehr um 18.48 Uhr aus, hier war eine ca. 15 Meter hohe Fichte umgestürzt und hatte dabei auch eine Telefonleitung gekappt. Der Baum wurde rasch mittels Motorkettensäge von der Straße geräumt. Die Feuerwehr Holm musste um 21.10 Uhr nach Seppensen ausrücken, hier war ein Baum in der Straße „An der Rehm“ in eine Oberleitung gestürzt. Die Feuerwehr Tostedt musste um 19.31 Uhr in die Poststraße ausrücken, hier drohte ein Laterne durch die starken Sturmböen umzustürzen. 

Dachteile von dem Neubau eines Mehrfamilienhauses drohten um 16.14 in der Straße „Am Kamp“ in Meckelfeld wegzuwehen, die Feuerwehr sicherte diese. Auch in Ohlendorf hatte der Sturm Teile eines Scheunendaches gelöst, rund 15 Quadratmeter waren bereits aus der Verankerung gerissen. Mittels der Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld sicherten die Einsatzkräfte das Dach gegen weitere Schäden provisorisch ab. Kein Eingreifen erforderlich war bei einem Einsatz in Hanstedt in der Straße „Kreienberg“ um 18.37 Uhr, hier war ein Baum auf ein Dach gestürzt, die Feuerwehr wurde aber nicht tätig. Größere Schäden entstanden dagegen bei einem weiteren Einsatz im Seevetaler Ortsteil Metzendorf, hier war um 21.25 Uhr eine rund 18 Meter hohe Kirsche durch die Sturmböen entwurzelt worden und auf ein Hausdach gestürzt. Dabei hatten mehrere Äste das Dach durchschlagen und auch an Decken und Wänden Schäden verursacht. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Beckedorf/M. und Fleestedt beseitigten den Baum vom Dach und führten notdürftige Reparatur- und Sicherungsarbeiten durch. Gut zwei Stunden waren die Feuerwehrkräfte hier im Einsatz.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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