Wirtschaft

Am Mittwoch bestreikt Verdi 17 DRK-Kitas und weitere Einrichtungen

Harburg. Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Hamburg-Harburg e.V. hat am heutigen Dienstag davon Kenntnis erhalten, dass die Gewerkschaft Ver.di die Mitarbeitenden der Tochtergesellschaft Deutsches Rotes Kreuz gemeinnützige Gesellschaft für Pädagogik Hamburg-Harburg mbH für morgen zu einem ganztätigen Warnstreik aufgerufen hat. Dazu nimmt Vorstand Harald Krüger für das Deutsche Rote Kreuz Hamburg-Harburg als Arbeitgeber und Träger von 17 Kitas sowie weiteren Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wie folgt Stellung:

„Wir respektieren selbstverständlich das Streikrecht der Beschäftigten, sind jedoch irritiert sowohl über den Zeitpunkt des Warnstreiks als auch über einige der kursierenden Forderungen und Behauptungen, die jeder sachlichen Grundlage entbehren. So ist es schlicht unwahr, dass pädagogische Beschäftigte beim DRK Hamburg-Harburg grundsätzlich weniger verdienen würden als bei anderen Trägern oder dass Gehälter oder Sozialleistungen von uns gekürzt worden wären. Richtig ist vielmehr, dass die Beschäftigten entsprechend der Entgelttabelle bezahlt werden, die die Gewerkschaft Ver.di für alle DRK-Kindertagesstätten bundesweit im sogenannten DRK-Reformtarifvertrag ausgehandelt hat. Dass das DRK Hamburg-Harburg und Ver.di derzeit über einen darüber hinaus gehenden Tarifvertrag für die pädagogischen Beschäftigten verhandeln, geht auf unsere eigene Initiative als Arbeitgeber zurück. Die Verhandlungen dienen dazu, einzelne Punkte wie beispielsweise die Anerkennung von Berufserfahrung einvernehmlich und verlässlich zu regeln. Zuletzt verliefen die Tarifgespräche in einer konstruktiven Atmosphäre.“

Krüger fährt fort:“ Ein Warnstreik kommt deshalb für uns zum jetzigen Zeitpunkt überraschend und belastet die Verhandlungen, zu denen wir nach wie vor bereit sind. Wir bedauern sehr, dass die Aktion auf Kosten der Eltern und ihren in unseren Kitas betreuten Kindern geht. Um wenigstens eine Notbetreuung anbieten zu können, ist bei einem Warnstreik die Zustimmung der Gewerkschaft erforderlich. Diese Zustimmung wurde uns leider verweigert, da Ver.di keine Notwendigkeit für einen Notdienst während des Streiks sieht. Die Familien bitten wir für die entstehenden Unannehmlichkeiten um Verständnis.“ /pm

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

4 Kommentare

  1. Eine Anfrage an die Ver.di Pressestelle ist raus, bisher liegt uns keine Antwort vor. Da es auch darum ging, die betroffenen Eltern zu informieren, haben wir uns entschlossen, die PM der DRK als solche auch zu veröffentlichen.

  2. Dass hier bewusst keine Vertreter von verdi oder des pädagogischen Personals zu Wort kommen, ist wohl Absicht? Ausgewogene Berichterstattung sieht anders aus, das hier hat eher was von der Veröffentlichung einer einseitigen Pressemitteilung statt von sauberem Journalismus …

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