Seevetal

Seevetaler Feuerwehren haben ein bewegte Jahr hinter sich

Seevetal. 20 Menschen und zwei Tiere haben die 14 Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Seevetal im vergangenen Jahr bei den absolvierten Einsätzen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Dieses Resümee für das abgelaufene Jahr zog jetzt Seevetals Gemeindebrandmeister Rainer Wendt in seinem Jahresbericht.

Für drei Menschen kam dagegen jeder Einsatz der Feuerwehr Seevetal zu spät. Die Anzahl der Einsätze hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Die Feuerwehr Seevetal wurde im vergangenen Jahr 548mal zu Schadensstellen alarmiert, dieses entspricht einem Rückgang um 382 Alarmierungen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurde die Feuerwehr bei 391 Einsatzstellen tätig ( 2018 : 609 ). Den starken Rückgang führte Wendt auch darauf zurück, dass im vergangenen Jahr keine großen unwetterbedingten Einsatzlegen durch Orkane oder Starkregenereignisse angefallen waren. Nichtsdestotrotz betonte Wendt, dass es sich um eine sehr hohe Anzahl an Einsätzen handelt die von den Freiwilligen Feuerwehrleuten einmal mehr alles abverlangte.

Insgesamt wurden die Feuerwehrleute bei 236 Hilfeleistungseinsätzen und 86 Bränden tätig, 69mal erfolgte die Alarmierung zu Fehleinsätzen, zumeist ausgelöst durch fehlausgelöste Brandmeldeanlagen oder defekte Hausrauchwarnmelder. Gleich mehrere Einsätze blieben allen Beteiligten in besonderer Erinnerung, hier erwähnte Wendt nicht nur die Rettung eines erkrankten Kranführers von der Kanzel seines Krans im Hochsommer, auch die Rettung eines unter einer umgestürzten Walze eingeklemmten Arbeiters im Seevekanal in Meckelfeld und ein schwerer tragischer Verkehrsunfall im Herbst letzten Jahres in Ramelsloh waren schwere Einsätze für die eingesetzten Feuerwehrleute. Erfreut ist Wendt mit dem Personalbestand in den Ortsfeuerwehren. In den 14 Ortsfeuerwehren engagieren sich 646 aktive Mitglieder, dieses ist ein Zuwachs um 39 Aktive. Einen Löwenanteil daran haben die Jugendfeuerwehren der Gemeinde, aus der 31 junge Feuerwehrleute in die Einsatzabteilung stießen.

In den  Jugend- und Kinderfeuerwehren engagierten sich zum Jahresende 269 Jungen und Mädchen, dieses ist ein Rückgang um 27 Mitglieder. In den Alters- und Ehrenabteilungen sind 220 Mitglieder registriert. Die Jugend- und Kinderfeuerwehren haben auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Höhepunkte erlebt, besonders das Gemeindejugendfeuerwehrzeltlager in Hittfeld wurde mehr als positiv erlebt und gespiegelt. Auch der Nachtmarsch war ein Highlight für alle Beteiligten. In Sachen Beschaffung war es im vergangenen Jahr etwas „gemäßigter“, zum Jahresende wurde noch ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 an die Ortsfeuerwehr Maschen ausgeliefert, und die Feuerwehr Helmstorf freute sich über ein neues Jugendmobil, finanziert aus Spenden.

Ebenfalls zu den Beschaffungen zählt der in Eigenarbeit errichtete Anbau an das Feuerwehrhaus in Ramelsloh die dortigen Feuerwehrleute hatten den Anbau innerhalb weniger Monate selbst errichtet, dieser wurde im Spätherbst seiner Bestimmung übergeben. In diesem Jahr stehen weitere Beschaffungen an, ein neues Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr Ohlendorf, ein Mannschaftstransportfahrzeug für die Feuerwehr Over-Bullenhausen sowie zwei Kleinboote für die Feuerwehren Maschen und Over-Bullenhausen sind geplant. Auch die Beschaffung einer Drohne ist im Gespräch. Und natürlich soll auch in diesem Jahr endlich Baubeginn für das neue Feuerwehrgerätehaus für die Ortsfeuerwehr Hittfeld sein. /pm

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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