Hamburg

Hamburg ist auf Coronavirus vorbereitet – bisher keine Erkrankungen

Alle Akteure stehen im engen Austausch

Hamburg. Nach der Abriegelung einiger italienischer Städte wegen des Coronavirus hat sich die Deutsche Bundesregierung mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt. Die deutsche Botschaft und die deutschen Konsulate in Italien stehen mit den italienischen Behörden in Kontakt für den Fall, dass italienische Maßnahmen Deutsche betreffen.

Auch Hamburg befindet sich mit den italienischen Behörden in engem Informationsaustausch und beobachtet die Lage akribisch. Bis jetzt hat der Robert-Koch-Institut (RKI) Italien nicht als Risikogebiet erklärt, dennoch ist Hamburg gut vorbereitet. Die BGV steht mit dem Gesundheitsamt im Bezirk Mitte, in dem der Hauptbahnhof und der ZOB liegen, im Austausch und plant, das Informationsangebot des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) auf die Bahn und den Busverkehr auszuweiten, um Reisende, die aus Italien ankommen und entsprechende Symptome bei sich feststellen, über Meldewege und Ansprechpartner in Hamburg zu informieren.

Informationsmaterialien auf deutscher, englischer und chinesischer Sprache wurden bereits am Hamburger Flughafen und im Hamburger Hafen ausgelegt.

Hamburg hält eine Vielzahl an klinischen Einrichtungen vor, die Patientinnen und Patienten mit entsprechenden Symptomen medizinisch versorgen können. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verfügt über eine Infektiologie mit ausreichend Kapazitäten. Die anderen Hamburger Kliniken verfügen ebenfalls über Isolierzimmer. Bei einer größeren Anzahl von Erkrankten ist es jederzeit möglich, dynamisch zu reagieren und auch Betten gegebenenfalls zeitnah umzuwidmen. Bei Bedarf koordiniert der Fachstab Seuchenschutz in Hamburg relevante Maßnahmen.

Zum aktuellen Zeitpunkt empfehlen die zuständigen Behörden entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes für asymptomatische Einreisende aus Risikogebieten eine freiwillige häusliche Isolation bis 14 Tage nach Ausreise. Bei Fragen können sich Hamburger Bürgerinnen und Bürger, die gegebenenfalls aus den Risikogebieten eingereist sind, an den Hamburg-Service unter der Nummer 115 (Montag bis Freitag 7-19 Uhr) oder an das zuständige Gesundheitsamt ihres Bezirks wenden. Auch das Bundesministerium für Gesundheit bietet eine Hotline für Anfragen aus der Bevölkerung an (Tel. 030-346465-100). Die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz informiert zudem regelmäßig über ihre Informationskanäle und Pressemitteilungen über den aktuellen Stand zum Coronavirus in Hamburg.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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