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Eurovision Song Contest 2020: Ben Dolic vertritt Deutschland in Rotterdam

Hamburg. Der 22-jährige Ben Dolic fährt für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Rotterdam. Mit dem Song „Violent Thing“ überzeugte der Sänger in einem mehrstufigen Auswahlverfahren zwei unabhängige Jurys: eine „Eurovisions-Jury“ mit 100 ESC-Kennerinnen und – Kennern aus ganz Deutschland, die den internationalen Zuschauergeschmack abbilden, und eine internationale Expertenjury aus 20 Musikprofis.

Ben Dolic: „Als ich die Nachricht bekommen habe, dass ich mich bei den Jurys durchgesetzt habe, war ich völlig überwältigt. Für mich wird mit der Teilnahme am Eurovision Song Contest für Deutschland ein Traum wahr. Hier hatte ich meinen Durchbruch als professioneller Sänger. Ich finde, wir haben für den ESC einen perfekten Song und ich werde alles für Deutschland geben.“

Ben Dolic wurde am 4. Mai 1997 in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana geboren. Seine musikalische Karriere begann früh. Bereits mit zwölf Jahren stand er bei der slowenischen Version von „Das Supertalent“ auf der Bühne und schaffte es bis ins Halbfinale. Als Mitglied der Gruppe „D Base“ nahm er 2016 am slowenischen ESC-Vorentscheid teil. Mit 18 zog Ben Dolic mit seiner Familie in die Schweiz, wo er Deutsch lernte und seine Karriere weiter vorantrieb. Seinen ersten großen musikalischen Erfolg hatte er dann 2018 in Deutschland: Bei „The Voice of Germany“ erreichte der Sänger das Finale und den 2. Platz. Für den Wahl-Berliner folgten Tourneen in Deutschland und Österreich.

Thomas Schreiber, ARD Koordinator Unterhaltung: „Ben Dolic ist ein Ausnahmetalent. Mit seiner glasklaren und gefühlvollen Stimme hat er völlig zurecht die beiden unabhängigen ESC-Jurys in Deutschland überzeugt. Ben arbeitet seit Jahren hart an sich und hat einen hohen künstlerischen Anspruch. Das hat uns sofort begeistert. Wir freuen uns sehr, dass er nun für Deutschland antritt, und ich bin mir sicher, dass er schnell die deutschen und auch die europäischen Fans für sich gewinnen wird.“

Der Song „Violent Thing“, mit dem Ben Dolic in Rotterdam antritt, wurde vom österreichisch-bulgarischen Produzenten und Songwriter Boris Milanov und seinem Team geschrieben. Milanov wurde 1983 in Sofia geboren. Er ist Gründer des internationalen Musiklabels Symphonix, mit dem er hauptsächlich junge und aufstrebende Talente fördert. Seine Kompositionen schafften es beim Eurovision Song Contest in den vergangenen vier Jahren immer unter die Top 7 und gleich drei Mal unter die Top 4: Kristian Kostov wurde 2017 mit „Beautiful Mess“ für Bulgarien Zweiter, Cesár Sampson 2018 mit „Nobody But You“ für Österreich Dritter und Poli Genova 2016 mit „If Love Was a Crime“ für Bulgarien Vierte. Die Songs und Alben der Künstlerinnen und Künstler wurden von Symphonix produziert.

Boris Milanov: „Ben Dolic’s einzigartige und wiedererkennbare Stimme hat mich gleich an seine musikalischen Vorbilder erinnert. Er muss den Vergleich mit Pop-Giganten wie Justin Timberlake oder Michael Jackson nicht scheuen. Wir hatten im Studio einen riesigen Spaß. Er singt mit einer solchen Sicherheit und zugleich Leichtigkeit, das ist überragend.“

Den Bühnenauftritt von Ben Dolic für das ESC-Finale in Rotterdam inszeniert derzeit der US-amerikanische Choreograf Marty Kudelka, der für seine Tanzshows für Justin Timberlake bereits zwei Mal den MTV Video Music Award erhielt. Zudem entwickelte Kudelka die Choreografie des Sängers für drei Welttourneen und die Halbzeitshow des Super Bowls in 2018.

Das Finale des Eurovision Song Contests findet am Sonnabend, 16. Mai, in Rotterdam statt. Zum ersten Mal kommentieren Peter Urban und Michael Schulte das ESC-Finale und die ESC-Halbfinale gemeinsam. Das Erste, ONE und eurovision.de übertragen das Finale live ab 21.00 Uhr. Die Halbfinale werden am 12. und 14. Mai live jeweils ab 21.00 Uhr auf ONE und eurovision.de gesendet.

Mehr zum ESC, u. a. das „Violent Thing“-Musikvideo mit Ben Dolic sowie eine Übersicht über das Auswahlverfahren, gibt’s unter www.eurovision.de. /pm

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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