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Archäologisches Museum Hamburg präsentiert neuen Vortrag in der Reihe „Schaufenster der Geschichte“

„Die Zukunft ist bereits da. Sie ist nur nicht sehr gleichmäßig verbreitet“

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Harburg. Das Archäologische Museum Hamburg ( Harburger Rathausstraße 5, 21073 Hamburg) präsentiert am Donnerstag, dem 26. März um 18 Uhr (Eintritt 4 Euro) einen neuen Vortrag in der Reihe „Schaufenster der Geschichte“. ‚Weiterentwicklung gehört zum Leben‘, ‚Neuentwicklungen lösten immer schon das Altbewährte ab‘ – Schlagworte, die in jeder Generation ihren Platz haben. Doch das Trend-Karussell dreht sich immer schneller und das jeweils Überholte gerät zügig in Vergessenheit, zumal die Halbwertszeit von Technik und Mode heute kürzer denn je ist. Wie man hier den Überblick behalten kann und wie man die Zukunft erkennen und verstehen kann, wird Prof. Peter Kabel von der HAW Hamburg in seinem Vortrag erläutern.  

Prof. Peter Kabel gilt als einer der führenden deutschen Internet-Visionäre. Mit seiner Kabel New Media wurde der Hamburger vor 20 Jahren zum Internetpionier. Heute lehrt er an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). Schon frühzeitig beschäftigte er sich mit der Frage, wie Trends die Zukunft beeinflussen, aber auch, welche Entwicklungen zukunftsrelevant sind. Er ist überzeugt, dass die Zukunft immer schon da sei. Dass das, was heute klein und unscheinbar erscheint, die Zukunft prägen kann. Daher ist es in seinen Augen wichtig, vorhandene Entwicklungen daraufhin zu untersuchen. „Es ist einer der großen Mythen, Zukunft sei immer das Neue, Unbekannte – also die Vorstellung, nur wenn man etwas noch nie gehört habe, dann sei es wirklich Zukunft. Vieles von dem, was wirklich wichtig ist, ist eigentlich schon vielen bekannt“, so Prof. Kabel. In seinem Vortrag wird der Referent sein Publikum auf eine Reise in diese Zukunft mitnehmen und technologische und gesellschaftliche Trends unserer Zeit vorstellen.

Passend zum Vortrag lädt das Museum zu einem Besuch der aktuellen Sonderausstellung „hot stuff – Archäologie des Alltags“ ein. Mit einem Blick in die jüngste Vergangenheit widmet sich das Archäologische Museum Hamburg diesem Thema und lässt noch bis zum 26. April Erinnerungen an Trends vergangener Tage wach werden: Walkman, Ghettoblaster, Autotelefon und Game Boy – zu ihrer Zeit absoluter „hot stuff“. Aus heutiger Sicht allerdings wirken diese Objekte der Begierde aus den 70er-, 80er- und 90er- Jahren wie archäologische Relikte aus ferner Zeit. Begeben Sie sich im Archäologischen Museum auf Spurensuche zurück in Ihre Jugend!

Die Vortragsreihe geht weiter: Am Donnerstag, dem 30. April um 18 Uhr wird Dr. Jürgen Ellermeyer, ehem. Leiter der Abteilung Stadtgeschichte am Stadtmuseum Harburg, einen Vortrag zum Thema „Hartes aus Harburg. Ein Beitrag zur Kunststoff- und Sozialgeschichte“ halten.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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