Politik

Die Verteidigung der Demokratie – 100 Jahre „Harburger Blutmontag“

Harburg. Die Harburger SPD gedenkt am Sonntag, den 15. März 2020 dem sog. „Harburger Blutmontag“, an dem vor genau 100 Jahren, am 15. März 1920, während des Kapp-Putsches Harburger Arbeiter das rechtsextreme Freikorps „Eiserne Schar“ unter Führung des früheren Hauptmann Berthold  an der Weiterfahrt nach Berlin hinderten. Bei den Kämpfen an der damaligen Mittelschule in der Wöllmerstraße in Heimfeld starben mindestens 24 Menschen.

Die SPD wird daher an der Gedenktafel in der Wöllmerstraße am 15.3.2020 um 11.00 Uhr einen Kranz zum Andenken an die mutigen Arbeiter aus Harburg niederlegen, die mit ihrem Einsatz die Demokratie in der jungen Weimarer Republik verteidigt haben. Der SPD- Kreisvorsitzende Frank Richter erklärt: „Unter den Arbeitern damals waren sehr viele Sozialdemokraten, die mit ihrem mutigen Eintreten ihren Beitrag zum Schutz der Demokratie geleistet haben. Zwei von ihnen, Johannes Bremer und Otto Noack wurden – obwohl sie zuvor freigesprochen worden waren – später wegen einer vermeintlichen Beteiligung am Tod von Hauptmann Berthold, den die Nazis als Märtyrer ihrer Bewegung sahen,  von den Nazis verfolgt und letztlich im KZ ermordet. Auch ihnen gilt dieses Gedenken.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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