Winsen

Digitaler Wandel kommt ohne Papierformulare aus

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Winsen. Papierformular und Aktenordner haben ausgedient – und dafür, dass in der Kreisverwaltung die digitale Zukunft gelingt, sorgt Sebastian Schaper mit seinem achtköpfigen Team. Der 37-Jährige leitet die neue Stabsstelle Digitales Arbeiten und Controlling. Der Landkreis Harburg hat die Stabsstelle angesichts der Bedeutung des Themas Digitalisierung neu eingerichtet. Denn die Digitalisierung bedeutet eine neue Art des Arbeitens und einen Paradigmenwechsel. „Wir werden immer mehr organisationsübergreifend und prozesshafter arbeiten und ganzheitlicher denken“, erläutert Sebastian Schaper. „Das verändert unsere Arbeit deutlich. Viele Abläufe müssen neu organisiert werden.“

„Wir wollen als Landkreis den digitalen Wandel offensiv gestalten und das Angebot für unsere Bürgerinnen und Bürger weiter verbessern“, betont Landrat Rainer Rempe. „Mit der Stabsstelle werden wir der Bedeutung des Themas gerecht und bündeln die Aufgaben.“

Sebastian Schaper freut sich auf die neue Aufgabe. Mit Fragen des Controllings und der Prozessoptimierung kennt er sich aus. Der 37-Jährige ist seit fast 20 Jahren beim Landkreis tätig. Nach Ausbildung und Studium war der Diplom-Verwaltungswirt unter anderem im Jugendamt und im Bereich Besondere Leistungen für Kinder und Jugendliche sowie seit Anfang 2016 im Bereich Finanzplanung und Zentrales Controlling tätig. Controlling, das heißt steuern und beinhaltet beispielsweise die Überprüfung und Verbesserung sowie Transparenz von Verwaltungsabläufen. Das gehört auch weiter zu seinen Aufgaben.

Als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Technik fungiert die Stabsstelle in Fragen des Online-Zugangsgesetzes. Als landesweiter Vorreiter hat der Landkreis im vergangenen Jahr das Serviceportal in Betrieb genommen. Bis Ende 2022 sollen, gemeinsam mit den Kommunen, 575 Verwaltungsdienstleistungen online angeboten werden, die die Bürgerinnen und Bürger bequem von zu Hause abwickeln können. Das erfordert auch Veränderungen in den Verwaltungsabläufen bis hin zur digitalen Akte: „Ein digitaler Antrag soll dann auch weiter digital verarbeitet werden“, verdeutlicht Sebastian Schaper.

Neben seiner Tätigkeit beim Landkreis ist Sebastian Schaper Dozent für Privatrecht am Niedersächsischen Studieninstitut und bildet dort Verwaltungsnachwuchs aus. In seiner Freizeit gehört seine Zeit der Familie, außerdem spielt er Fußball.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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