Wilstorf

Hinterhof-Feuer drohte Wohngebäude zu zerstören

Wilstorf. Am Donnerstag, kurz nach Mitternacht, gingen bei der Feuerwehr Hamburg mehrere Anrufe über den Notruf 112 ein. In der Winsener Straße solle im Hinterhof ein Carport oder Gartenschuppen brennen. Durch die Rettungsleitstelle wurden ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, sowie die Freiwilligen Feuerwehren Rönneburg und Marmstorf zu der angegebenen Adresse alarmiert.

Noch auf der Anfahrt der ersten Kräfte wurde die Alarmstufe aufgrund der Vielzahl der Anrufe auf „Feuer 2“ erhöht. Als die ersten Kräfte eintrafen, brannten im Hinterhof ein Carport, ein PKW und Teile eines Garagen- und Lagerschuppenkomplexes mit einer Größe von etwa 8 x 20 Metern. Diese Lagerräume waren vollgestellt mit Polstermöbeln und Schaumstoffen, das Gebäude lag rechtwinklig zu dreigeschossigen Wohngebäuden der Winsener Straße. Feuerwehr und Polizei retteten 41 Menschen aus den betroffenen Wohngebäuden vor dem starken Brandrauch, der sich ausbreitete.

Die Menschen wurden in einem bereitgestellten Bus der Hochbahn zwischenzeitig untergebracht. Die Brandbekämpfung wurde mit drei C-Rohren im Innenhof durchgeführt, zwei weitere C-Rohre wurden als Riegelstellung in zwei Hauseingängen vorgenommen, damit das Feuer sich nicht in die Wohngebäude ausbreiten konnte. Einsatzkräfte versuchten das Dach am Übergang zum Wohngebäude zu öffnen, um ein Durchlaufen des Feuers zu verhindern. In einer Außenwand des Lagertraktes zeigten sich auf einmal Risse, die Wand wölbte sich leicht nach außen. Diese eindeutigen Zeichen eines möglichen Einsturzes zwangen den Einsatzleiter, die Dachöffnung und den Innenangriff innerhalb des Lagerkomplexes zu beenden.

Zwei Wasserwerfer wurden daraufhin zum Schutz des Wohngebäudes aufgebaut, die Alarmstufe erneut und auf „Feuer 3“ erhöht und das Technische Hilfswerk mit einem Bagger nachgefordert. Mit diesem sollte der Garagen- und Lagerkomplex stückweise abgetragen werden, um an die Brandherde heranzukommen. Derzeit läuft der Einsatz von Feuerwehr und THW Hamburg noch. Die Löscharbeiten werden sich voraussichtlich noch bis in den späten Vormittag hinziehen. Gut 100 Einsatzkräfte waren in der Spitze zeitgleich im Einsatz.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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