Lokales

Unbürokratische Hilfe für Solo-Selbstständige?

Hamburg. Wer von der Corona-Krise betroffen ist, könne auf unbürokratische Hilfe der Solidargemeinschaft setzen, sagte Finanzminister Olaf Scholz kürzlich. Das gelte auch für so genannte Solo-Selbstständige, die keine Angestellten haben.

Doch unbürokratisch ist offenbar nur die E-Mail, mit der man sein Interesse an der Hilfe bekunden kann. Wer sich beim Jobcenter meldet, erhält zwei E-Mails mit zahlreichen Anhängen. Die Anhänge umfassen allein bereits 45 Seiten, dazu soll beinahe jeder Lebensumstand erfasst werden. Dann kommen noch die Erklärungen mit 22 Seiten, die teils widersprüchlich und unerklärt sind. Letztlich die bitte, auf Rückfragen zu verzichten.

Achtung, ab hier Meinung des Autors:

Welches gigantische Netzwerk an Sachbearbeitern arbeitet diese Anträge bitte auf, Herr Tschentscher? Und wer, derjenigen die um das Überleben kämpfen, hat dafür Nerven und Zeit? Selbst in Krisenzeiten siegt die Bürokratie über den Verstand! Das ist traurig!

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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