HarburgWirtschaft

Harburger Rotes Kreuz macht verschiedene Angebote

Hilfe während der Corona-Krise

Harburg. Um den Harburgerinnen und Harburgern auch während der Corona-Krise als Hilfsorganisation zur Seite zu stehen, hat das DRK verschiedene Angebote und Dienstleistungen auf die Beine gestellt. „Auch in dieser Zeit sind wir für die Menschen hier vor Ort da und stehen an ihrer Seite“, betont DRK-Vorstand Harald Krüger. „Wir sehen es als originäre Rotkreuzaufgabe an, zu helfen und auf die Bedürfnisse und Anliegen schnell, unkompliziert und mit den passenden Angeboten zu reagieren.“

In mehreren Teams unterstützt das DRK Hamburg-Harburg seit März die Gesundheitsbehörde in Hamburg, um Abstriche bei Corona-Verdachtsfällen durchzuführen. Bis zu sechs Teams mit jeweils zwei Mitarbeitenden sind an sieben Tagen in der Woche zwischen 8 und 18 Uhr im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Zwölf weitere Kolleginnen und Kollegen helfen aus, wenn die Corona-Hotline der Stadt Hamburg (Tel. 040 428 284000) überlastet ist. „Die Anrufe werden dann zu uns weitergeleitet, um lange Wartezeiten zu vermeiden“, so DRK-Vorstand Harald Krüger.

Ein weiteres Angebot ist die Einkaufs- und Kontaktbörse für hilfesuchende und hilfsbereite Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich per E-Mail zusammenfinden (Mail an hilfe@drk-harburg.hamburg). Das Vermittlungsangebot wird in Harburg bisher gut angenommen, in kurzer Zeit haben sich 40 Freiwillige gemeldet. „Wir bedanken uns sehr bei diesen Zeitspendern und freuen uns über ihr Engagement“, so Rosa Schlottau, DRK-Koordinatorin für ehrenamtliche Sozialarbeit.

Speziell an Kinder wendet sich ein YouTube-Kanal, den ein pädagogischer Mitarbeiter aus der Kita Harburger Berge aufbaut, einer von 17 Kitas des Kreisverbandes. Darin wird beispielsweise spielerisch erklärt, warum gerade jetzt das Händewaschen wichtig ist. Die ersten drei Videos sind eingestellt (https://youtu.be/-z4JEXFbal4).

Kolleginnen aus den Kitas hatten die Idee, die schönsten Vorlesegeschichten für ihre Schützlinge zuhause einzulesen. Die Audio-Dateien können über die Website des DRK Harburg angehört werden (www.drk-harburg.hamburg/geschichten-fuer-kinder.html). Auch das „Bundesprogramm Kita-Einstieg“, zu dessen Netzwerk das Harburger Rote Kreuz gehört, hat Tipps für Eltern zusammengestellt, die ihre Kinder zuhause beschäftigen (www.kita-einstieg-hamburg.de/elterninfo/mit-kindern-zuhause/).

Im Notbetrieb geöffnet hat die Obdachlosenherberge Harburg-Huus, wie Projektleiter Thorben Goebel-Hansen beschreibt: „Wer gar kein Zuhause hat, kann jetzt auch nicht zuhause bleiben. Die wohnungslosen Menschen sind diejenigen, die sich kaum vor Ansteckung schützen können. Wir sind weiterhin für diese Menschen da, geben Lebensmittel aber nur als Lunchpakete, sowie Hygienebeutel und Kleiderbeutel unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes aus.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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