HarburgVerkehr

S-Bahn Ringlinie 33 soll Hamburgs Süden und den Hauptbahnhof entlasten

"Verkehrsinfarkt muss verhindert werden"

Harburg. Die Forderung der Harburger nach einer besseren Verkehrsanbindung ist nicht neu. Seit Jahren sind S3 und S31 das Nadelöhr im Hamburger Süden. Überfüllte Züge, häufige Ausfälle und mangelnde Barrierefreiheit sind an der Tagesordnung. Ein Zustand, mit dem sich der Bundestagsabgeordnete für Harburg, Wilhelmsburg und Bergedorf, Metin Hakverdi nicht zufrieden geben will.

Der Sozialdemokrat sieht Eile geboten. Hamburgs Süden, so sagt er, drohe der Verkehrsinfarkt. Seit Jahren wächst die Bevölkerungszahl in Neugraben-Fischbek in einem atemberaubenden Tempo. Jetzt, wo es ganz konkrete Überlegungen und einen ersten Plan gibt, sei der richtige Zeitpunkt, das ganze im Rahmen der Koalitionsverhandlungen auf die politische Bühne zu bringen.

Der Harburger Bezirkspolitiker Frank Wiesner hatte Anfang des Jahres einen Plan vorgestellt, auf den sich auch Hakverdi stützt. Der hauptberufliche Verkehrsplaner hatte freie Kapazitäten auf den Gleisanlagen der Hafenbahn ausgemacht, so dass eine Linienverbindung (S33) parallel zur Autobahn verlaufen könnte. Neben Bostelbek, könnten auch Hausbruch, Moorburg und Waltershof angebunden werden. Ab Waltershof müsste eine neue Strecke die Elbe unterqueren.

So könnte die „S33“ die Lücke zur Ringlinie schließen.
Metin Hakverdi ist Bundestagsabgeordneter der SPD. Foto: Susie Knoll

„Mit der Unterquerung der Elbe besteht die historische Möglichkeit eine Ringlinie einzurichten, die Harburg mit einbezieht. Die Linienführung in Hamburg ist historisch sternförmig gewachsen, was dazu führt, dass alle Linien auf den Hauptbahnhof zulaufen. Eine Ringlinie ist die Chance, den Hauptbahnhof deutlich zu entlasten.“, so Hakverdi.

Was die Finanzierung angeht, sieht Hakverdi keine Alternative. Der Ballungsraum Hamburg wächst auch über die Stadtgrenzen hinaus, gerade auch im Südwesten der Stadt. Ein Flaschenhals an dieser Stelle ist eine Gefahr für ganz Norddeutschland. Deshalb will er sich für dieses Projekt stark machen und dem Ministerium die Finanzierung entlocken.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

2 Kommentare

  1. Gute Idee. Und wenn ich dann in Rente gehe, ist die Linie vielleicht auch fertig. Muss täglich mit den Öffis von Harburg nach Waltershof. Das ist eine Katastrophe. Vielleicht wäre es erstmal sinnvoll mal eine oder mehrere Buslinien ab Harburg einzurichten

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