Kultur

100.000 fleißige Helferinnen für die Kunststätte Bossard

Bienenvölker Speedy und Maxima sind in den Gemüsegarten eingezogen

Jesteburg. Am vergangenen Wochenende war es soweit: Claudia Buck-Gramcko und Claudia Leske von der Biolandimkerei „Honigmanufaktur Am Lohof“ platzierten im Gemüsegarten der Kunststätte Bossard zwei ihrer Bienenvölker. Bereits zu Zeiten von Johann und Jutta Bossard summten über der Anlage der Kunststätte Bossard hauseigene Bienen. Für die Völker Speedy und Maxima haben die passionierten Imkerinnen einen ruhigen und geeigneten Platz gefunden. Bis in den Sommer hinein wird der Gemüsegarten etwa 100.000 Bienen ein Zuhause bieten. Der leckere Biohonig „Flugplatz Kunststätte Bossard“ wird, wenn die Bienen fleißig genug waren, an der Kunststätte Bossard zu kaufen sein.

Bienen in Zeiten der Bossards

Schon zur Zeit des Künstlerehepaars Johann und Jutta Bossard gab es im Klostergarten bereits eigene Bienenvölker. Wilma Krull, die Schwester von Jutta Bossard, betreute die Bienen und verarbeitete den gewonnenen Honig im damaligen Speiseplan an der Kunststätte. Die Bossards lebten im Sinne der um 1900 aufkommenden Lebensreform. Landwirtschaft und Selbstversorgung waren neben der Kunst ein wichtiger Bestandteil des gemeinsamen Zusammenlebens der Familie Bossard. Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr berichtet:„ Wir freuen uns sehr, dass es dank der tollen Unterstützung der Biolandimkerei „Honigmanufaktur Am Lohof“ wieder Bienen auf unserer Anlage gibt. Wir möchten für unsere Besucher das rege Bienensummen, das damals zum Gesamtkunstwerk und zum Leben der Bossards gehörte, auch heute wieder erfahrbar machen.“

Speedy und Maxima – zwei fleißige Bienenvölker

Seit 2015 halten Claudia Buck-Gramcko und Claudia Leske Bienen. Bis zu 31Völker hatten sie in Spitzenzeiten. Das Volk Maxima ist ein erfahrenes Volk aus 2018 und wurde nach der Königin Maxima der Niederlande benannt. Am Anfang erhielten all ihre Völker Namen von Königinnen. Das Volk Speedy, das noch etwas jünger ist, hat aber seinen Namen ganz eigenständig erhalten. Claudia Buck-Gramcko berichtet schmunzelnd: „Speedy ist ein Schwarm aus 2019, der so schnell in seine Beute (Anm. d. Red.: Beute ist der Holzkasten, in dem die Bienen wohnen) eingezogen ist, dass der Name schnell gefunden war. Die Bienenvölker Speedy und Maxima werden in einem etwa 3 km² großen Radius auf die Suche nach Pollen und Nektar gehen. Ein nahegelegenes Rapsfeld, aber auch der Gemüsegarten und die Obstbäume der Kunststätte Bossard, werden die Bienen erfreuen. Eigens für die neuen fleißigen Helferinnen wird ein „Blühstreifen“ angelegt, der das Wohlbefinden der Bienen steigern soll. Momentan summen die fleißigen Helferinnen über die blühenden Buchsbäume im Gemüsegarten, in welchen sie emsig auf Suche sind.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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