GeschichteNeugraben-Fischbek

Sozialdemokraten erinnern an Befreiung der Opfer des Außenlager Neugraben

Neugraben-Fischbek. Heute vor 75 Jahren, am 15. April 1945, betraten die ersten britischen Soldaten das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Mehr als 50.000 Menschen waren endlich frei. Anlässlich der Befreiung von ehemals im Außenlager Neugraben untergebrachte Frauen des KZ Bergen-Belsen legt die SPD Fraktion Harburg jährlich am 15. April ein Gesteck an der Gedenktafel vor der Dienststelle Süderelbe nieder.  Heute wurde dies von den Bezirksabgeordneten Beate Pohlmann und Marion Wolkenhauer vollzogen.

Für viele der noch lebenden Bewohnerinnen und Bewohner des Lagers kam die Befreiung zu spät. Sie waren komplett ausgehungert und von Krankheiten gezeichnet. Trotz des immensen Einsatzes der britischen Truppen und des britischen Roten Kreuzes starben etwa 14.000 Menschen auch nach dem 15. April noch an den Folgen der KZ-Haft und an den grassierenden Seuchen.

Mehr als 50.000 Menschen sind insgesamt im KZ Bergen-Belsen gestorben, viele weitere sind von hier aus in Vernichtungslager gebracht worden. Noch in den letzten Tagen vor der Befreiung starben in Bergen-Belsen täglich fast 1.000 Menschen. Auf dem Gelände des Lagers fanden die Briten im April 1945 etwa 10.000 unbestattete Leichen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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