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Hamburg

Mutmaßlicher Kupferdieb von Bahn überrollt

Veddel. Am späten Donnerstagabend gegen 22:15 Uhr wurde ein Kupferkabeldieb beim Überqueren der Gleise von einer S-Bahn erfasst, berührte dabei mit einem Kupferkabel die 1200 V führende Stromschiene und kam auf dem Gegengleis zum Liegen. Zwei sich in der Nähe befindliche Spaziergänger wurden auf den Mann aufmerksam und zogen ihn von den Gleisen. Mit Kopfverletzungen wurde er in ein Hamburger Krankenhaus verbracht.

Der 53-jährige polnischer Staatsangehöriger befand sich vor der Freihafenelbbrücke im Bereich der Gleisanlagen. Augenscheinlich hatte er unerlaubt die Gleise überschritten und von einem losen Haufen mehrere Kupferkabelstücke an sich genommen. Plötzlich näherte sich die S3, die den Kupferkabeldieb erfasste. Gleichzeitig kam es nach derzeitigem Stand der Ermittlungen zu einem Kontakt zwischen einem der gestohlenen getragenen Kabel und der 1200 Volt führenden Stromschiene, so dass ein Lichtbogen entstand. Der Mann blieb mit Kopfverletzungen auf dem Gegengleis liegen.

Zwei Spaziergänger in der Nähe hatten einen Aufschrei vernommen und den Lichtbogen bemerkt. Sie liefen in Richtung der Gleise, sahen den Mann dort liegen und zogen ihn von den Gleisen aus dem Gefahrenbereich. Anschließend wählten sie den Notruf und informierten die Bundespolizei. Die Beamten begaben sich sofort zum Einsatzort, gleichzeitig wurde eine Streckensperrung angeordnet. Durch Mitarbeiter der Feuerwehr wurde der Mann mittels RTW in ein Hamburger Krankenhaus verbracht.

Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Diebstahls sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Betretens von Gleisanlagen eingeleitet, was mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg erneut vor den Gefahren an Bahnanlagen. Das Betreten der Gleise ist verboten. Leichtsinniges Verhalten an Bahnanlagen kann zu schweren Unfällen führen. Auf der Stromschiene liegt eine Spannung von 1200 Volt. Eine Berührung mit dieser kann zu schwersten Verletzungen mit oftmals tödlichem Ausgang führen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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