Hamburg

Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ kehrt aus NATO-Einsatz in der Ägäis zurück

Hamburg. Heute kehrt die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ aus der Ägäis nach Wilhelmshaven zurück. Um 10 Uhr wird die Fregatte an der Instandsetzungspier im Innenhafen festmachen. Am 17. Januar hatte sie ihren Heimathafen mit Kurs Mittelmeer verlassen. Dort war das zum 2. Fregattengeschwader gehörige Schiff Teil des NATO-Verbandes „Standing Nato Maritime Group 2 (SNMG2)“.

Während der vergangenen gut drei Monate stand in der Hauptsache die Seeraumüberwachung im Ägäischen Meer im Fokus des Handelns. Das Schiff und seine Besatzung haben im Auftrag der NATO ihren Beitrag zur Unterstützung der türkischen und griechischen Küstenwache sowie der Europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (FRONTEX) geleistet. Nach rund 22.300 Seemeilen, was gut 41.000 Kilometern entspricht, kehrt die „Mecklenburg-Vorpommern“ nach Hause zurück, nachdem sie vor Ort durch den Einsatzgruppenversorger „Berlin“ abgelöst wurde.

„Unser Einsatz als Flaggschiff des 14. Kontingents ‚NATO-Unterstützung Ägäis‘ war in vielfacher Hinsicht ‚außergewöhnlich‘. Neben der kurzfristigen Verschärfung der Migrationskrise Anfang März 2020 waren wir als erstes deutsches Schiff dort aktiv in einen SOLAS-Fall (Safety of Life at Sea) involviert und haben 27 Menschen aus Seenot gerettet. Zusätzlich haben die Maßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie dazu geführt, dass wir über neun Wochen das Schiff nicht verlassen konnten“, erklärt der Kommandant des Schiffes, Fregattenkapitän Torben Jürgensen (44). „Ich bin stolz auf die Besatzung der ‚Mecklenburg-Vorpommern‘, die hervorragende Arbeit geleistet und ihren Teil zur Stabilisierung der Situation beigetragen hat. Die Erfahrungen haben uns zusammengeschweißt, aber nun freuen wir uns auf zu Hause“, sagt er abschließend.

Nach der Heimkehr geht das Leben an Bord mit reduzierter Besatzung weiter. Ein Großteil der Crew wird Urlaub nehmen können, während parallel diverse Instandsetzungsmaßnahmen für die nächsten Vorhaben durchgeführt werden müssen. Auf dem Programm steht im Juni zunächst eine Einzelausbildungsphase auf See. Nach der Sommerpause ist die Fregatte in der zweiten Jahreshälfte als Flaggschiff für verschiedene Manöver eingeplant.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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