Harburg

Gartenplatz in Gedenken an Thomas Völsch

Hospiz errichtet Pavillon

Harburg. Ein Platz im Grünen für Gespräche oder eine ruhige Minute zwischendurch: Thomas Völsch, Harburgs vor gut zweieinhalb Jahren verstorbenem Bezirksamtsleiter, hätte der Pavillon aus hellem Holz bestimmt gefallen, der seit kurzem den Garten im Hospiz für Hamburgs Süden bereichert. Ermöglicht wurde er durch den Spendenaufruf der Familie. 

Thomas Völsch

Seine letzten Tage hatte Thomas Völsch im November 2017 im DRK-Hospiz in Langenbek verbracht. Nach dem Tod des beliebten Bezirksamtschefs bat die Familie statt zugedachter Kränze oder Blumen um Spenden für das Haus, in dem Menschen sich in Würde vom Leben verabschieden können. Die Idee von Hospizleiterin Britta True, die eingegangene Summe für einen Gartenpavillon zu verwenden, fand die ausdrückliche Zustimmung von Susanne Völsch, der Ehefrau des Verstorbenen. Danach verzögerte sich allerdings die Umsetzung, denn es musste zunächst ein Platz im Garten ausgesucht, ein geeigneter Pavillon ausgewählt und bestellt und das Erdreich gründlich vorbereitet werden. „Dabei war uns Gerrald Boekhoff, unser Kuratoriumsmitglied und Nachbar hier am Blättnerring, mit seiner Erfahrung als Landschaftsgärtner sehr behilflich, wofür wir uns ganz herzlich bei ihm bedanken“, erklärt Britta True.  

Die Holzkonstruktion, die nun in einer lauschigen Ecke im rückwärtigen Hospizgarten steht, hat einen Durchmesser von etwa drei Metern. Drei Personen können mit Corona-Abstand gut darin sitzen. „In Kürze werden wir noch passende Möbel anschaffen, so dass unsere schwerkranken Gäste hier eine sehr schöne und komfortable Rückzugsmöglichkeit vorfinden. Aber auch die Pflegekräfte und die übrigen Mitarbeitenden im Team können dann hier für einige Augenblicke Kraft schöpfen“, freut sich die Hospizleiterin. „Unser großer Dank gilt der Familie Völsch sowie allen, die gespendet haben.“ Auch eine Gedenkplakette, die an Thomas Völsch erinnert, soll noch angebracht werden.

Das DRK-Hospiz für Hamburgs Süden in Langenbek bietet Platz für zwölf Gäste in der letzten Lebensphase. Der Aufenthalt ist für die Gäste kostenlos. Einen Teil der laufenden Kosten sowie besondere Aufwendungen muss das Harburger Rote Kreuz aus Spenden finanzieren. Für Nachfragen zum Thema Spenden ist Dr. Simone Thiede, Spendenbeauftragte beim DRK Hamburg-Harburg, erreichbar unter 040 / 766 092-66 oder per E-Mail an s.thiede@drk-harburg.hamburg.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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