Neu Wulmstorf

Immer mehr machen mit: Digitale Demo gegen Rassismus

Neu Wulmstorf. Für den März hatten SPD Neu Wulmstorf, die Lutherkirche und das „Netzwerk Willkommen in Neu Wulmstorf“ wie in den vergangenen Jahren eine Demonstration gegen Rassismus geplant. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie ins Internet verlegt. Im April startete die erste digitale Demo: Neun Freiwillige zeigen ihr Gesicht und halten eine Textkarte hoch; die Porträts und die präsentierten Wort ergeben zusammengenommen eine Collage und ein entschiedenes Statement gegen Rassismus.

Dieser Grundidee folgten der Durchgang zwei und jetzt der dritte, in dem Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen von LeA ihr Statement abgeben.

Das ist nötig, den parallel zum Corona-Virus grassiert das Virus Rassismus: Anfangs wurden Menschen mit asiatischem Hintergrund angefeindet und dem Virus durch Donald Trump das Etikett „chinesisch“ angeheftet, wenn er vom „chinese virus“ sprach. In den USA wurde George Floyd brutal ermordet, ein Übergriff, der beispielhaft ist für rassistisch motivierte Gewalt. Und Roma wurden sehr entschieden als Schuldige benannt für einen heftigen Corona-Ausbruch in Göttingen. Wegen der Berichte über ihr vermeintliches Fehlverhalten ergoss sich über die „arabisch-albanischen Clans“ (Wortwahl der unsäglichen „BILD“-Zeitung) eine teils wüste Hetze. „Asylbetrüger raus!“, ist dabei noch eine der eher zurückhaltenden Parolen.

Genug davon, man sieht es leicht: Rassistische Vorurteile werden geschürt, Sündenböcke benannt und angepöbelt. Die Organisatoren der digitalen Demo setzen gegen diese rassistischen Entgleisungen ein Zeichen und freuen sich, dass auch die Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen der Laurens-Spethmann-Häuser mitmachen: „Optimismus statt Rassismus. LeA für Vielfalt und buntes Leben“, lautet ihr Slogan.

Nach dem dritten Durchgang soll der vierte folgen. Melden Sie sich, einzeln oder schon als 9-er-Gruppe, mit fertigem Satz oder ohne und verbreiten Sie unsere Idee weiter. Kontakt: Mehrgenerationenhaus Courage e.V., Hannelore Schade, E-Mail: courage.neuwulmstorf@ewetel.net, Telefon: 040/728 28 177 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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