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Knappes Gut in Corona-Zeiten: Mitarbeiter der Elbe Kliniken spenden Blut

Buxtehude. Als Fachärztin für Transfusionsmedizin und Innere Medizin im Institut für Labordiagnostik am Elbe Klinikum Buxtehude ist Anette Hell stets an vorderster Front, wenn es um die Beschaffung und den Einsatz von Blutkonserven geht. „Blut ist in Corona-Zeiten ein knappes Gut“, erzählt die Oberärztin ein wenig besorgt. „Durch Corona bedingte Ausfälle diverser Blutspendemöglichkeiten und dem gleichzeitigen Hochfahren von OP-Kapazitäten sind teilweise Engpässe bei den Blutkonserven zu verzeichnen“, ergänzt sie.

Aus diesem Grund organisierte Anette Hell kurzerhand in Zusammenarbeit mit dem DRK zwei Blutspendeaktionen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Elbe Kliniken Stade und Buxtehude und freut sich: „Die Blutspendeaktionen waren ein großer Erfolg. Insgesamt 161 spendewillige Personen waren vor Ort. Viel mehr hätten wir in den jeweils vier Stunden auch nicht bewältigen können.“

Warum stetiges Blutspenden so wichtig ist

Manfred Iburg, Gebietsrefent des DRK erklärt, weshalb ein regelmäßiges Blutspenden so wichtig ist: „Das Blut wird nach der Spende und einer Testung im Labor in drei Bestandteile aufgeteilt. Eines davon, nämlich das Thrombozyten-Konzentrat, ist nur drei bis vier Tage haltbar. Wir benötigen deshalb regelmäßig frische Blutspenden, um die Versorgung sicherzustellen. Dies ist auch die Erklärung, weshalb wir Blutspendeaktionen selbst an Weihnachts-, Pfingst- oder Osterfeiertagen anbieten.“

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden (bis 64 Jahre als Erstspender, auch mit „normalen“ Medikamenten). Die Blutspende ist ganz einfach und für einen gesunden Menschen gut verträglich. Bis auf einen kleinen Piks tut Blutspenden nicht weh. Die eigentliche Blutentnahme dauert gerade einmal fünf bis zehn Minuten. Zwei Dinge gilt es zu beachten: Nicht nüchtern Blut spenden sowie vor und nach der Spende viel trinken.

Alle Blutspende-Termine des DRK im Überblick: www.blutspende-leben.de

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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