Hamburg

Rotes Kreuz in Hamburg künftig mit mehr Rettungswagen im Einsatz

DRK und Feuerwehr unterzeichnen Vertrag zur Notfallrettung

Hamburg. Ab dem 1. September ist das Deutsche Rote Kreuz deutlich stärker als bisher in die Notfallrettung auf Hamburgs Straßen eingebunden. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten heute (13. Juli 2020) Vertreter der DRK Ambulanzdienst Hamburg gGmbH und der Hamburger Feuerwehr.

Im „Vergabeverfahren 20192130022 – Durchführung der Notfallrettung im öffentlichen Rettungsdienst“ erhielt das Rote Kreuz den Zuschlag für die Einsatzbereiche Wilstorf und Eißendorf im Hamburger Süden. Dort stehen in den beiden DRK-Rettungswachen insgesamt sechs Rettungswagen (RTW) für den Regelrettungsdienst. Zusätzlich werden sechs weitere RTW und ein Notarzteinsatzfahrzeug für den Sonderbedarf vorgehalten. Mit diesen Fahrzeugen wird das Rote Kreuz an der von der Feuerwehr gesteuerten Notfallrettung im Stadtgebiet beteiligt sein. Die Hilfsorganisation trägt damit dazu bei, dass professionelle Hilfe in Notfällen schnell vor Ort ist.

„Wir freuen uns sehr über diese Beauftragung, mit der wir die notwendige Planungssicherheit und eine gesicherte Refinanzierungder Notfallrettung für die nächsten fünf Jahre bekommen“, erklärt Stephan Topp, Geschäftsführer der DRK Ambulanzdienst Hamburg gGmbH. Der Vertrag läuft bis Ende 2025. Bereits seit Oktober 2018 war das Rote Kreuz mit einer Interimsvereinbarung im Rettungsdienst in den Einsatzbereichen Wilstorf und Eißendorf tätig. Für den Bereich Rissen ist das Vergabeverfahren noch nicht abgeschlossen. Auch hier wird sich das DRK bewerben.

„Wir haben die stärkere Einbindung in den Rettungsdienst als verlässlicher Partner der Feuerwehr in Hamburg seit langem angestrebt. Dass wir mit unserem Angebot erfolgreich waren, ist eine gute Nachricht, auf die wir lange gewartet haben“, erklärt Harald Krüger, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Hamburg-Harburg e.V., der mit seiner gemeinnützigen Tochtergesellschaft DRK Ambulanzdienst Hamburg den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes im gesamten Stadtgebiet betreibt.

Durch die verstärkte Einbindung werden beim DRK nochmals zusätzliche Vollzeit-Stellen für Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter geschaffen. Derzeit beschäftigt der Rettungsdienst der Hilfsorganisation in Hamburg insgesamt 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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