Neu Wulmstorf

Immer mehr machen mit: Digitale Demo gegen Rassismus

Neu Wulmstorf. Am Ende des Schuljahres verabschieden sich Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Oberschule Neu Wulmstorf mit einer besonderen Botschaft in die Ferien. Sie signalisieren, dass sie ihr Schulmotto „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beständig mit Leben füllen. Denn die Schulgemeinschaft ist beim vierten und fünften Durchgang der Neu Wulmstorfer digitalen Demo gegen Rassismus dabei.

Im April startete die erste digitale Demo: Neun Menschen zeigen ihr Gesicht und halten eine Textkarte hoch; die Porträts und die präsentierten Worte ergeben zusammengenommen eine Collage und ein entschiedenes Statement gegen Rassismus.

Die verschiedenen Durchgänge der digitalen Demo sind Ableger der eigentlich für März geplanten klassischen Demonstration. SPD Neu Wulmstorf, die Lutherkirche und das „Netzwerk Willkommen in Neu Wulmstorf“ hatten wie in den vergangenen Jahren eine Demonstration gegen Rassismus geplant. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie ins Internet verlegt.

„Wir wollten da unbedingt dabei sein“, sagt Schulleiterin Anja Krippner. Und: „Dass es jetzt gleich zwei Durchgänge geworden sind, freut mich besonders.“ „Misch dich ein“, diesen Text hält sie vor die Kamera.

Derart Gesicht zu zeigen, ist unbedingt nötig, denn parallel zum Corona-Virus grassiert das Virus Rassismus: Rechtsradikale, Rassisten und andere Spinner spielen auf der ganzen Klaviatur menschenverachtender Übergriffe, schüren Vorurteile, brandmarken Menschen als Sündenböcke und besudeln mit ihrem Dreck das Zusammenleben. Dadurch hoffen sie, Krisenprofiteure zu werden. Die Organisatoren der digitalen Demo setzen gegen diese rassistischen Entgleisungen ein Zeichen und freuen sich, dass eine Schulgemeinschaft sich einreiht.

Weitere Durchgänge sollen folgen. Melden Sie sich, einzeln oder schon als 9-er-Gruppe, mit fertigem Satz oder ohne und verbreiten Sie unsere Idee weiter. Kontakt: Mehrgenerationenhaus Courage e.V., Hannelore Schade, E-Mail: courage.neuwulmstorf@ewetel.net, Telefon: 040/728 28 177 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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