Gesundheit

DRK-Teams testen jetzt auch auf privaten Wunsch

Harburger Rotes Kreuz weitet Unterstützung für Hamburger Gesundheits­­behörde bei Corona-Tests aus

Harburg. Bin ich mit dem Corona-Virus infiziert oder nicht? Diese Frage treibt nach wie vor zahlreiche Menschen um, darunter viele Reiserückkehrer. Vom heutigen Montag (20.7.) an besteht in Hamburg eine zusätzliche Möglichkeit, sich schnell Klarheit zu verschaffen: Per Telefon über die Leitstelle des Deutschen Roten Kreuzes können sich Privatpersonen für einen zeitnahen Test anmelden – auch unabhängig von akuten Symptomen. Sieben mobile Teams des DRK führen die Beprobung durch.

Um einen Termin für einen Corona-Test zu bekommen, rufen Interessierte die Telefonnummer 040 / 554449222 an. Die Anrufe werden in der DRK-Leitstelle in Wandsbek angenommen und es wird ein Termin für den Test vereinbart. Wer nicht auf ärztliche Verordnung hin getestet wird, muss die Kosten für die Speichelentnahme und die Laboruntersuchung allerdings selbst tragen. Diese belaufen sich auf insgesamt 93 Euro. Der Test findet unter Einhaltung strenger Hygieneregeln in einer Sammelstelle statt. Etwa 24 bis 48 Stunden nach der Abstrichnahme kann die getestete Person das Ergebnis mit einem QR-Code auf der Website einsehen oder über die Corona-Warn-App mit dem Smartphone abrufen.

„Bigtrack“ ist die Bezeichnung für diese seit heute auf einen größeren Personenkreis ausgeweitete Corona-Testung. Das Angebot richtet sich zusätzlich auch an Firmen, die sich im Rahmen von Pandemieplänen für ein Ausbruchsgeschehen widmen wollen. Hierfür stehen gesondert mobile Teams zur Verfügung, um die Testung vor Ort im Unternehmen durchführen zu können. Das Deutsche Rote Kreuz Hamburg-Harburg, das auch den Rettungsdienst des DRK im gesamten Hamburger Stadtgebiet betreibt, ist dafür mit mobilen Teams aus jeweils zwei Mitarbeitenden wochentags im Einsatz. Bereits seit Beginn der Covid19-Pandemie im März hatte das Harburger Rote Kreuz erfolgreich mit der Gesundheitsbehörde kooperiert, unter anderem mit dem „Fasttrack“, der schnellen Beprobung von speziellen Berufsgruppen wie beispielsweise Polizeikräften und in Senioreneinrichtungen. „Diese gute Zusammenarbeit führen wir jetzt weiter fort, nachdem die Zuständigkeit für das Thema Gesundheit zum 1. Juli auf die Sozialbehörde übergegangen ist“, erklärt Harald Krüger, Vorstand DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg e.V..

Das DRK Hamburg-Harburg beschäftigt mehr als 1.000 hauptamtlich Mitarbeitende und nimmt vorwiegend im Hamburger Süden vielfältige soziale Aufgaben wahr. Zu den Angeboten gehören unter anderem 17 Kitas und drei Eltern-Kind-Zentren, das Hospiz für Hamburgs Süden, das Harburg-Huus für Obdachlose, Ambulante Pflege, Tagespflege und Service-Wohnanlagen für Senioren sowie Einrichtungen und Projekte der Flüchtlings- und Migrationsarbeit. Als einziger Hamburger Rotkreuzverband ist das DRK Harburg auch im Rettungsdienst tätig.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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