Hamburg

Durstlöscher Nummer 1 in Hamburg: Leitungswasser

Hamburger Trinkwasserstudie

Hamburg. Am liebsten aus dem Hahn – so trinken Menschen in Hamburg bevorzugt ihr Wasser. Zu diesem Ergebnis kommt die Hamburger Trinkwasserstudie von HAMBURG WASSER. Im Rahmen der repräsentativen forsa-Umfrage hat der städtische Versorger die Nutzungsgewohnheiten der Hanseaten untersucht: Was trinken sie am liebsten, wie und wo trinken sie Leitungs- oder Mineralwasser und was wissen sie über das Wasser, das bei ihnen aus dem Hahn kommt.

Leitungswasser als Durstlöscher liegt bei den Menschen im Hamburg absolut im Trend: Über 70 %der Befragten nehmen neben Kaffee und kaffeehaltigen Getränken (75 %) regelmäßig auch Leitungswasser (71 %) zu sich. Für 42% der Befragten ist es das bevorzugte Getränk, von dem sie im Alltag am meisten trinken. Auf Platz zwei der meistgetrunkenen Getränke im Alltag liegt Mineralwasser mit 26%. Tee, Kaffee, Saft/-schorlen oder Softgetränke liegen auf den hinteren Plätzen. Besonders beliebt ist Leitungswasser bei Jüngeren. Unter den 18- bis 29-Jährigen trinken es zu 81 % regelmäßig im Alltag, die über 60-Jährigen tun dies nur zu 64 %. Die zu sich genommene Getränkemenge verteilt sich mit zunehmendem Alter mehr auf Mineralwasser, Kaffee, Tee oder Saft/-schorlen. Kaffee und Tee sind bei Jüngeren eher unbeliebt.

„Wir freuen uns sehr, dass die Menschen in Hamburg unser Wasser so gerne trinken“, erklärt Nathalie Leroy, Geschäftsführerin von HAMBURG WASSER. „Das ist auch eine schöne Anerkennung für die Arbeit der mehr als 2.000 Beschäftigten, die rund um die Uhr dafür sorgen, dass fast zwei Millionen Einwohner in unserer Stadt mit Trinkwasser versorgt werden und Abwasser fach- und umweltgerecht entsorgt wird.“

Leitungswasser ist bequem, umweltfreundlich und preiswert

Konkret nach den Gründen befragt, warum sie gerne Wasser aus dem Hahn trinken, geben die meisten Befragten an, dass sie es praktisch und bequem finden. Zu 94 % Prozent erfährt dieser Punkt Zustimmung von den Leitungswassertrinkern. Die geringen Kosten und Umweltfreundlichkeit finden zu 81 % bzw. 68 % Zustimmung. Die Mehrheit der Befragten sieht außerdem einen Qualitätsvorteil beim Wasser aus dem Hahn: 59 % der befragten Hamburger sprechen dem Leitungswasser die höchste Qualität im Vergleich zu Mineralwasser (30 %) und Tafelwasser (5 %) zu.

Auch der gute Geschmack (60 %) und der Gesundheitsaspekt (54 %) sind zwei Argumente, warum Hamburgerinnen und Hamburger so gerne Leitungswasser trinken. Gleichzeitig ist allerdings der Aspekt Geschmack mit 43 % ausschlaggebend für diejenigen, die nicht gern Leitungswasser trinken. Für 27 % der Befragten gibt es aber auch keinen bestimmten Grund, Wasser nicht aus dem Hahn zu trinken.

Klimaschutz aus dem Hahn: noch günstiger als gedacht

Neun von zehn Hamburgern (90 %) denken, dass Leitungswasser günstiger ist als Mineralwasser. Hinsichtlich des konkreten Preises für einen Liter Leitungswasser sind die Befragten unsicher und decken mit ihren Schätzungen eine breite Spanne von weniger als einem Cent bis hin zu 10 bis 15 Cent pro Liter ab. 40 % haben keine Angaben gemacht oder wissen es nicht. Im Durchschnitt schätzen die Befragten die Kosten für einen Liter Leitungswasser auf 4,2 Cent pro Liter. Dabei kostet ein Liter Wasser aus dem Hahn in Hamburg lediglich 0,4 Cent pro Liter – inklusive Mehrwertsteuer und Abwassergebühr.

„Dabei ist Leitungswasser nicht nur gut fürs Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt“, fasst Nathalie Leroy zusammen. Eine Untersuchung der GUTcert GmbH im Februar dieses Jahres1 hat den gesamten Lebensweg eines Liters Trinkwasser und eines Liters stillen Mineralwasser hinsichtlich ihrer Treibhausgasemissionen untersucht. Demnach fallen pro Liter Flaschenwasser durchschnittlich 202,74 g CO₂ an, während es für Trinkwasser lediglich 0,35 g sind. Hierzu wurden emissionsrelevante Prozessschritte von Mineral- und Leitungswasser über den gesamten Lebensweg hinweg betrachtet, bewertet und deren Emissionsfaktoren berechnet. In die Berechnung flossen unter anderem folgende Faktoren ein: von der Rohstoffgewinnung, -förderung und -aufbereitung über die Prozesse beim Abfüllen der Flaschen und ihre Reinigung sowie die Verpackung, von der Herstellung der Flaschen, über ihre Entsorgung bis zum Recycling und schließlich Transporte ins Geschäft und zum Kunden. Für den betrachteten Lebensweg von Flaschenwasser sind demnach etwa die 580-fachen Emissionen anzusetzen wie für den von Leitungswasser. Wer Leitungswasser trinkt, kann also das Klima schützen. Das schätzen auch die Befragten so ein und schreiben die Eigenschaft Umweltfreundlichkeit mit 78 % mehrheitlich dem Leitungswasser zu. Mineralwasser schätzen 17 % als umweltfreundlich ein.

Kaffeetrinker in Altona, Leitungswasser-Fans in Harburg

Grundsätzlich spiegeln sich die stadtweiten Ergebnisse in den sieben Hamburger Bezirken wieder, nur vereinzelt gibt es signifikante Ausprägungen. So ist der Anteil derer, die im Alltag regelmäßig Kaffee zu sich nehmen, in Altona mit 82 % am höchsten. Gleichzeitig trinken sie auch zu 76 % Wasser aus dem Hahn. Die größten Leitungswasser-Fans leben in Harburg und Hamburg-Mitte. Hier geben 54 % bzw. 50 % der Befragten Leitungswasser als ihr Hauptgetränk im Alltag an, in Eimsbüttel sagen dies zum Vergleich nur 35 %.

Was ebenfalls auffällt: Je weiter außerhalb die Befragen wohnen, desto besser schätzen sie die Qualität ihres Leitungswassers ein. In Hamburg Mitte denken 47 %, ihr Leitungswasser habe die beste Qualität, in Harburg sind es hingegen 70 %. Mit 23 % haben überdurchschnittlich viele Befragten aus dem Bezirk Hamburg-Mitte einen Wasserfilter. Stadtweit leben 14 % der Befragten in einem Haushalt mit Wasserfilter. Auch die Zahl der Haushalte mit einem Wassersprudler ist in Hamburg-Mitte mit 42 % am höchsten, während in Harburg mit 30 % die wenigsten einen haben. Auf ganz Hamburg bezogen geben 36 % der Befragten an, einen Wassersprudler zu besitzen.

Zudem sind Leitungswasser-Trinker eher jünger: Für fast 60% der 18-29-Jährigen geben Leitungswasser als ihr Hauptgetränk im Alltag an. Im Alter nimmt es zugunsten von Mineralwasser, Tee und Kaffee ab. Bei den über 60-Jährigen hat es sich auf 31% fast halbiert. Hingegen sind Tee und Kaffee bei jungen Befragten eher unbeliebt.

Wo kommt mein Wasser her?

Diese Frage beantworten 47 % der Befragten richtig: aus dem Grundwasser. Allerdings geben auch 44 % an, es nicht zu wissen. „Wir verstehen es auch als unseren Auftrag, das Wissen rund um den Wasserkreislauf und den Schutz der wertvollen Ressource Wasser weiterzutragen“, erläutert Leroy. „Deshalb engagieren wir uns besonders in der Nachwuchsbildung und bieten allen Interessierten gerne einen Blick hinter die Kulissen – wegen Corona momentan vorrangig digital auf unserer Homepage.“ Alle, die gerne wissen wollen, woher genau das Wasser aus der heimischen Leitung kommt, können dies online unter www.hamburgwasser.de/mein-wasserwerk erfahren. Einfach die Postleitzahl des Wohnortes eingeben und allerhand Wissenswertes über das zuständige Wasserwerk selbst und die Qualität des Wassers erfahren.

Hamburger befürworten Wasserversorgung aus öffentlicher Hand

Die Mehrheit der befragten Hamburger (86 %) weiß, wer sich in der Stadt um die Trinkwasserversorgung kümmert und geben zu 81 % mit HAMBURG WASSER den Namen richtig an. Sie sind es auch, die es zu 83 % wissen, dass es sich dabei um ein Unternehmen in öffentlicher Hand handelt. Mit 95 % finden es die Menschen in Hamburg von Vorteil, dass die Wasserversorgung in öffentlicher Hand liegt. Begründet wird dies vor allem damit, dass die Trinkwasserversorgung zur Grundversorgung der Bürger gehöre. Auch die Preisstabilität, Qualitätskontrolle sowie Versorgungssicherheit geben Befragte als Gründe an, warum für sie die Vorteile einer öffentlichen Wasserversorgung überwiegen.

1 Ein Kurzbericht zur Studie bezüglich der Datenerhebung und Berechnung ist online abrufbar unter: https://atiptap.org/files/studie_gutcert_pcf_wasser.pdf

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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