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Interview mit Heidesturm-Autorin Angela L. Forster

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Neugraben-Fischbek. Der Süderelberaum ist Heimat von Angela L. Forster. Die Autorin hat das Alte Land und die Heide als Kulisse für ihre Romane entdeckt. Und so kommt es, dass der abgeschlagene Kopf des Heideimkers Ludwig Wittendorf zum neuen Fall von Kommissarin Inka Brandt wird. Wir hatten Gelegenheit zu einem Interview mit der Autorin.

Woran arbeiten Sie gerade?

Ich arbeite gerade an dem sechsten Heidekrimi und einem Kriegsroman gleichzeitig. Wobei in meiner Schublade noch vier angefangene Liebesromane, ein historischer Roman, Kindergeschichten und ein Jugendbuch, wie ein Sachbuch liegen. Es gibt also noch genug zu tun.

Wie sind Sie Autorin geworden?

Ich glaube, dass man schon als Autor geboren wird, sich der Berufsweg jedoch erst später entscheidet, wenn das Leben seinen eigenen Plan verfolgt. Bei mir war es, dass ich immer Geschichtslehrerin oder Rechtsanwältin werden wollte. Da mir leider beide Berufswege verwehrt blieben, ging ich später über den zweiten Bildungsweg und landete bei der Zeitung. Nebenher schrieb ich Kurzgeschichten, aber merkte bald, dass das nicht mehr ausreichte. Ich brauchte mehr Raum für meine Geschichten. Nach einem familiären Schicksalsschlag, begann ich dann mit Krimiromanen aus dem Alten Land und der Lüneburger Heide. Orte, die mir, da ich in der Region (Fischbek am Waldrand) aufgewachsen bin, sehr bekannt sind.

Waren Sie in der Schule bereits eine Geschichtenerzählerin?

Meine Lehrer haben sich die Haare gerauft, wenn sie Aufsätze von mir durchsehen mussten, da ich sie mit seitenweise Zeilen gefüttert habe.-:))

Was lesen Sie selbst gern?

Selber lese ich sehr gerne historische Romane. Krimis eher selten.

Haben Sie ein Vorbild?

Nein, ein Vorbild in der Literatur habe ich nicht. Aber Mark Twain war ein großartiger Schriftsteller. Und ich mag die Gedichte von Christian Fürchtegott-Gellert.

Ihre Kriminalromane spielen u.a. im Alten Land oder der Heideregion. Welchen Bezug haben Sie hier her?

Nun, ich bin in Hamburg-Fischbek, in der kleinen Häusersiedlung am Waldrand aufgewachsen. Jeden Samstag ging es mit meinem Vater und Bruder zur Radtour durchs Alte Land. Auch die Heideregion ist mir wohl bekannt.

Steckt in Ihren Protagonisten auch etwas Angela L. Forster drin? 

Ach ja, ein wenig sicher. Was, verrate ich natürlich nicht.

Wie haben sie etwa die Arbeitsweise der Polizei recherchiert?

Zum recherchieren habe ich Ansprechpartner bei der Polizei, der Pressestelle, der Rechtsmedizin. Ohne Hilfe, damit meine Bücher authentisch bleiben, geht es nicht. Was nicht heißt, dass sich nicht trotzdem ein Fehler einschleichen kann.

Wie lauten Ihre letzten Worte?

Zum Schluss – Ich danke allen meinen Leser*innen für ihre Treue und Vertrauen zu meinen Geschichten. Ihr seid es, die mich immer wieder ermutigen an den Schreibtisch zu setzen. Dann noch: Ich würde gerne wieder auf Veranstaltungen lesen. Liebe Veranstalter, ruft mich an oder schreibt mir, wenn ihr hören wollt, was im Alten Land oder der Lüneburger Heide Mörderisches geschieht.

Der aktuelle Kriminalroman „Heidesturm“ ist unter ISBN 9783827195562 im Fachhandel erhältlich.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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