Hamburg

Polizei vertieft Kooperation mit Rettungshundestaffeln

Hamburg. Bei der Suche von vermissten Personen sind Rettungshundeteams ein wichtiger Bestandsteil des Rettungseinsatzes. Nach der Alarmierung rücken die Vierbeiner mit den ehrenamtlichen Einsatzkräften aus, um Seite an Seite mit weiteren Einsatzkräften verschwundene Menschen in verschiedenen Geländen sowie Wohngebieten zu suchen. Um die Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen und der Polizei Hamburg zu optimieren und zu konkretisieren wurde Mitte August eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Vertreterinnen und Vertreter des Arbeiter-Samariter-Bundes Hamburg (ASB), des Bundesverbandes Rettungshunde (BRH),  des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Johanniter-Unfall Hilfe e.V. (JUH) und der Polizei Hamburg unterschrieben diesen.

„Die Rettungshundestaffeln der verschiedenen Hilfsorganisationen arbeiten eng zusammen. Wir absolvieren regelmäßig Trainingseinheiten und Übungen“, berichtet der Arbeitskreis Rettungshunde Hamburg. „Der unterzeichnete Kooperationsvertrag schafft eine Rechts- und Handlungssicherheit für alle Parteien.“ Geregelt wurde die Koordinierung von Einsätzen. So erreicht die Polizei Hamburg in Zukunft über eine zentrale Rufnummer die Staffeln. Werden Rettungshundeteams für einen Einsatz benötigt, genügt ein Anruf der Polizei und die Staffeln stellen gemeinsam die geforderten Zwei- und Vierbeiner zur Verfügung.

„Es ist sehr wichtig das ehrenamtliche Engagement jedes Einzelnen zu stärken und besonders zu würdigen. Unseren herzlichen Dank an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie an unsere treuen und liebevollen Vierbeiner“, so die ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter aus dem Arbeitskreis.

Die ehrenamtlichen Rettungshundeteams können rund um die Uhr angefordert werden. Alleine im Jahr 2020 wurden fünf vermisste Personen im Großraum von Hamburg von ehrenamtlichen Rettungshundeteams gefunden. Die verschiedenen Staffeln verfügen über Hunde, die in der Flächen- oder Trümmersuche ausgebildet sind. Zudem stehen drei Mantrailer bereit, die Geruchsspuren eines Menschen verfolgen können. Die Hunde werden regelmäßig von der Polizei gesichtet und als einsatzfähig eingestuft.

In regelmäßigen Abständen setzen sich die Vertreterinnen und Vertreter aus den einzelnen Staffeln zusammen, um gemeinsam an der Weiterentwicklung zu arbeiten und die Zusammenarbeit zu festigen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Ein Kommentar

  1. Naja es könnte alles viel leichter und besser sein… ich habe keinerlei Fragen- warum stattdessen 🙁 zu vieles immer schlimmer wird… mehr als schade um sehr vieles…

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