Kolumnen

Warntag ohne Warnung – Im Ernstfall keinen Plan B

Es ist richtig, dass man mit einem bundesweiten Warntag die Aufmerksamkeit der Menschen auf mögliche Gefahren lenken will – und wenn man mich fragen würde – auch höchste Zeit. Einmal im Jahr also jung und alt sensibilisieren, das macht Sinn.

Doch der erste Warntag war – sagen wir es weniger dramatisch – ein Reinfall. Mindestens im Hamburger Süden. Dort, wo die Feuerwehr für die Sirenenauslösung zuständig war, klappte alles wie am Schnürchen. Doch außer in Wilhelmsburg sind Sirenen anderenorts Mangelware.

Viel zu oft hat man nichts gehört. Und wenn man bisher glaubte, die Apps der Warndienste würden zuverlässig funktionieren, schließlich haben sehr viele Menschen ein Mobiltelefon, der ist spätestens jetzt alarmiert. Darüber, dass es auch hier offenbar nicht richtig funktioniert hat.

Doch ein Probealarm bedeutet doch auch, dass es hier einen Plan B hätte geben können. Polizei und freiwillige Feuerwehren hätten alarmiert werden müssen und mit Lautsprecherwagen informieren müssen. Die Menschen auf dem Neugrabener Marktplatz oder etwa dem Harburger Rathausplatz hätten im Ernstfall nichts mitbekommen.

Darüber ist zu sprechen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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