Wohnen

Heizung sanieren: Förderung läuft noch bis Jahresende

Winsen. Mit Geld vom Staat dauerhaft sparen: „Alte Pumpe raus, neue rein“ heißt es bei einem Förderprogramm des Bundes. Damit wird der Austausch veralteter und ineffizienter Heizungspumpen gefördert. Wer seine Heizung verbessern will, sollte sich jetzt Gedanken machen – und nicht mehr zu lange warten: Das 2016 gestartete Programm „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ läuft noch bis Jahresende. Darauf macht Oliver Waltenrath aufmerksam, Klimaschutzmanager des Landkreises Harburg.

Bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten übernimmt der Staat. Gefördert werden Leistungen sowohl im Zusammenhang mit dem Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen als auch im Zusammenhang mit dem hydraulischen Abgleich. Der Staat will damit Anreize zum Austausch alter Pumpen schaffen. Der Austausch lohnt sich so doppelt: Es gibt nicht nur Geld vom Staat, der Austausch einer veralteten Heizungspumpe spart dauerhaft Stromkosten. „Alte Heizungspumpen sind versteckte Stromfresser und verursachen hohe Kosten“, sagt Oliver Waltenrath. „Sie können bis zu 10 Prozent der Stromkosten in einem Haushalt ausmachen.“ Denn die Pumpen arbeiten immer mit der gleichen Leistung und verbrauchen mehr Strom als nötig. Moderne Hocheffizienzpumpen passen ihre Leistung automatisch an den Wärmebedarf im Haus an. Sie sind außerdem mit effizienten Motoren ausgestattet und verbrauchen viel weniger Energie. Durch die Förderung rechnet sich der Pumpentausch nach Angaben der Verbraucherzentrale und der Stiftung Warentest nach zwei bis sieben Jahren. Der Austausch einer Heizungs- oder Umwälzpumpe rechnet sich dabei besonders bei Modellen, die bis 2007 eingebaut wurden.

Doch auch wer keinen Pumpenaustausch plant, kann viel erreichen, um seine Heizung zu optimieren. Der hydraulische Abgleich ist nur ein kleiner Eingriff – aber mit großer Wirkung. Das Problem kennen viele: Wenn die Heizung überall aufgedreht wird, wird der eine Raum schnell warm, während ein anderer noch nach Stunden kalt bleibt. Dann ist der Fachmann gefragt, um das Heizungssystem optimal einzustellen. Dazu ermittelt er für jeden Raum die benötigte Wärmemenge, berechnet die notwendige Heizwassermenge und die richtige Pumpenleistung. Anschließend werden die Thermostatventile eingestellt, damit jeder Raum die Wärme erhält, die er für die gewünschte Raumtemperatur benötigt.

Das Förderprogramm gilt ausschließlich für bestehende Heizsysteme, die seit mindestens zwei Jahren installiert sind. Es gilt: Erst Antrag stellen, dann Handwerker beauftragen. Wer Fragen zu Förderangeboten hat oder einen Überblick über sämtliche Klimaschutz-Serviceangebote für den Landkreis Harburg sucht, für den gibt es die virtuelle Energieagentur der Kreisverwaltung www.energiewegweiser.de/clever-heizen . Dort geht es auch gleich zum Förderantrag für den Pumpentausch. Ansprechpartner sind Oliver Waltenrath und sein Team bei der Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg, Telefon 04171 – 693641.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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