Gesundheit

Harburger Erfolgsgeschichte: Klinik für Nephrologie feiert 25jähriges Jubiläum

1995 führte Dr. Jürgen Linzer die erste Dialyse im Asklepios Klinikum Harburg durch – heute sind es Tausende im Jahr.

Harburg. Die Zahl der Menschen mit Nierenerkrankungen in Deutschland steigt stetig an: Aktuell sind vier bis sechs Millionen Menschen betroffen – von ihnen benötigen rund 80.000 eine dauerhafte Dialysebehandlung. Dr. Jürgen Linzer baute die Klinik für Nephrologie am Asklepios Klinikum Harburg als Assistenzarzt mit auf – als Chefarzt blickt er auf ereignisreiche Jahrzehnte zurück.

Sie wiegen rund 150 Gramm und sind für eine Vielzahl von Aufgaben im menschlichen Körper wichtig: Die Nieren. Sie übernehmen die Regulation des Wasser- und Elektrolythaushalts, die Entgiftung des Körpers, sind an der Einstellung des Blutdrucks und der Produktion von Hormonen beteiligt. Wenn sie nicht richtig –  oder im schlimmsten Fall gar nicht – funktionieren, kann das Blut nicht mehr gereinigt werden: Eine lebensbedrohliche Situation. Dann übernimmt eine externe Maschine die sogenannte Hämodialyse („Blutwäsche“), die in der Regel pro Behandlungseinheit vier Stunden dauert.

Am Asklepios Klinikum Harburg wurde das erste Dialysegerät vor 25 Jahren in Betrieb genommen. Chefarzt Dr. Jürgen Linzer erinnert sich an den Aufbau seiner Abteilung: „Als ich 1987 als Assistenzarzt in Harburg anfing, wurden Dialysepatienten noch in den Räumen der Neurologie von Mitarbeitern einer externen Praxis behandelt. Erst 1995, damals noch im Landesbetrieb Krankenhäuser, gründeten wir unsere eigene Abteilung – gestartet sind wir mit drei Behandlungsplätzen.“ Der Bedarf ist über die Jahre gewachsen: Mittlerweile behandelt das Team von Linzer an mehr als doppelt so vielen Plätzen bis zu zehn Patienten am Tag, an sechs Wochentagen. Waren es 1995 noch überschaubare 600 Patienten, behandelt das Team der Nephrologie heute mehr als 2.500 Dialyse-Patienten jährlich.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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