HarburgKultur

Im Museumshafen wird der dritte Waggon aufgestellt

Harburg. Aller guten Dinge sind drei: Der „Flachwaggon“ Modell Klms440, wird am Montag, 28. September angeliefert und per Mobilkran am Lotsekai im Harburger Binnenhafen aufgestellt. 12,8m lang, 12,2t Eigengewicht, 28,3 qm Ladefläche, mit Bremser-Plattform. Gebaut zwischen den Kriegen, wird der Neuzugang in der zum Kran-Ensemble gehörigen „Eisenbahnabteilung“ doch die modernste Form des Stückgut-Transportes zeigen: Nämlich indem man gefüllte Container auf ihm verladen kann. Den vorhandenen Schiebewand-Waggon konnte man immerhin mit Paletten und Gabelstapler von der Seite beladen, während der alte G- Waggon nur eine kleine Tür für Handverladung hat. 

Der Flachwaggon lief jahrzehntelang bei den Haindl Papierwerken Walsum, bevor er im Verein „Historischer Schienenverkehr Wesel e.V.“ eine Bleibe fand. Von dort kommt er auf dem Straßenweg nach Hamburg, ist er doch nicht mehr zugelassen für die Schiene. Das macht aber nichts, weil der Flachwaggon am Lotsekai auf einem verbliebenen Stück Schiene am gelben Kulturkran stehen wird. 

Dem Verein Museumshafen Harburg e.V. dient der Waggon der Darstellung der Eisenbahngeschichte Harburgs – und ganz praktisch als Lagerfläche: Für einen Container nämlich und für den Greifer (die Baggerschaufel) des Liebherr-Portaldrehkrans. Wer als Zaungast die Ankunft und Verladung des Waggons miterleben möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Geplante Kran-Zeit ist 18 Uhr. 

Der Waggon braucht einen neuen Holzboden, Konservierung „im alten Stil“ und eine Aufstiegstreppe. Diese Arbeiten und alles Weitere rund um die Waggons, Krane und Schiffe werden im Verein regelmäßig beim „Hafenarbeitstag“ immer am 3. Samstag im Monat durchgeführt. Mitmacher und Zuschauer sind immer herzlich willkommen zwischen 10 und 16 Uhr. Am Samstag, 19. September werden der Greifer und der Container mit dem Kultur- kran angehoben und beiseitegestellt, um Platz für den kommenden Flachwaggon zu schaffen. 

Der Verein Museumshafen Harburg e.V. wurde 2013 gegründet, hat inzwischen über 80 Mitglieder und bietet dem maritimen Herz Harburgs einen Ort. Infos unter www.muhahar.de. 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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