Süderelbe

ver.di ruft Beschäftigte der Post zum Streik auf

Hamburg. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat für Freitag und Samstag ab 7.00 Uhr die Beschäftigten bei der Deutschen Post AG (DP AG) im Nordosten Hamburgs sowie in Neu Wulmstorf, Winsen/Luhe und Harsefeld zu gezielten Warnstreiks aufgerufen. An diesem Wochenende bleiben bis zu 280.000 Briefe und bis zu 50.000 Pakete liegen. Hiervon sind rund 360.000 Haushalte betroffen.

„Wir erwarten von dieser dritten Verhandlungsrunde substanzielle Fortschritte. Es gibt eine klare Forderung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Verhandelt wird am Verhandlungstisch und nicht mit einseitig verfassten Diktaten, wie es sich die Post AG wünscht“, erklärt
ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste Nord Lars-Uwe Rieck. „Unser Ziel in dieser Tarifrunde ist ein ordentliches Lohnplus für die Beschäftigten der Deutschen Post AG. Die Warnstreiks der letzten Tage waren nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie entschlossen die Beschäftigten sind, ihren berechtigten Anspruch am Unternehmenserfolg einzufordern“, so Rieck weiter. 

ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten bundesweit eine lineare Erhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. ver.di verlangt zudem für die Auszubildenden und Dual-Studierenden eine monatliche Erhöhung um 90 Euro. Darüber hinaus soll die Postzulage für die verbeamteten Postbeschäftigten fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzahlung für Bundesbeamte.

Für Montag und Dienstag sind keine Warnstreiks vorgesehen. Der nächste Verhandlungstermin findet am 21./22. September 2020 in Kassel statt.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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