Harburg

Projekt bietet Beratungsangebote zum Thema „Kinder psychisch kranker Eltern“ für Fachkräfte

Hamburg. Das Hamburger Projekt ‚A: aufklaren | Expertise & Netzwerk für Kinder psychisch erkrankter Eltern‘ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hamburg startet in Harburg mit einem vielseitigen Beratungsangebot für Fachkräfte. ‚A: aufklaren‘ hat zum Ziel, dass Kinder von psychisch erkrankten und suchtbelasteten Eltern gesehen und mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen werden. Damit das gelingt, sensibilisiert und vernetzt das Projekt (sozial-)pädagogische, therapeutische und medizinische Fachkräfte wie Erzieher*innen, Lehrer*innen, Ärzt*innen und Hebammen.

„Ich möchte eine Vernetzung von Fachkräften und Institutionen in Harburg schaffen, die bei ihrer Arbeit mit Kindern von psychisch kranken Eltern in Berührung kommen, um dieses wichtige Thema voranzutreiben und mitzugestalten. Das alles mit dem Ziel, das Kinder glücklich aufwachsen und Kind sein dürfen.“, so Saskia Straehler-Pohl, die in Harburg die Fachkoordinatorin für ‚A: aufklaren‘ ist.

A: aufklaren nimmt die Arbeit im Bezirk auf

Neben Fortbildungen, Fallberatung und Fallwerkstätten entwickelt ‚A: aufklaren‘ eine Datenbank mit passenden Anlaufstellen für Betroffene. Darüber hinaus bietet Fachkoordinatorin Saskia Straehler-Pohl eine telefonische Sprechzeit sowie einen Arbeitskreis für Fachkräfte zum Thema „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ für den Bezirk Harburg an. Termine können auf www.aufklaren-hamburg.de eingesehen werden.

Sozialsenatorin erkennt Handlungsbedarf beim Thema „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ in Hamburg

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung von ‚A: aufklaren‘ bezog auch die Sozialsenatorin Melanie Leonhard in einem digitalen Grußwort Stellung zum Thema:

„Kinder aus Familien, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist oder eine Suchterkrankung vorliegt, haben es besonders schwer und verdienen unsere besondere Unterstützung. Deswegen ist es wichtig, dass wir eine Enttabuisierung dieser Themen in der Gesellschaft erreichen, dass wir diese Kinder entstigmatisieren und ihnen die Hilfe zukommen lassen, die sie wirklich brauchen“, stellt Melanie Leonhard fest und erkennt an, dass dieses Thema einen festen Platz in Hamburg braucht. Allein in Hamburg wachsen circa 77.000 Kinder im Schatten der elterlichen Erkrankung auf.

Kooperationspartner in Harburg ist die Margaretenhort Kinder- und Jugendhilfe gGmbH. Der Träger bringt Kompetenz und jahrelange Erfahrung zum Thema „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ mit.

‚A: Aufklaren‘ ist im Paritätischen Hamburg im Referat Jugend und Familie angedockt. Finanziert wird es durch die Auridis Stiftung gGmbH.

Weitere Infos unter www.aufklaren-hamburg.de

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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