Hamburg

Ab Donnerstag drohen Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Hamburg. Die Stimmung könnte mieser nicht sein: Die stellvertretende Landesbezirksleiterin der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ bringt es auf den Punkt: „Wir halten die bisherigen Ansagen der Arbeitgeber schlichtweg für unverschämt. Wer mit langen Laufzeiten von mindestens 3 Jahren und niedrigen Einmalzahlungen droht, der zündelt an der Motivation unserer Kolleginnen und Kollegen. Die Beschäftigten in Kitas und Krankenhäusern, bei Stadtreinigung, Hamburg Port Authority und viele mehr haben gerade jetzt in Zeiten von Corona die Leistungen der Daseinsvorsorge sichergestellt. Der Applaus der letzten Monate muss sich jetzt in Geld und besseren Arbeitsbedingungen widerspiegeln. Besonders die Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen brauchen ein Ergebnis, das ihnen ihre Lebensbedingungen sichert. Die Respektlosigkeit der Arbeitgeber provoziert eine scharfe Antwort. Wir werden ab dem 24.September mit Aktionen und Warnstreiks reagieren und den Druck bis zur nächsten Verhandlungsrunde erhöhen.“

Zur Teilnahme an einer ersten Kundgebung am 24. September ab 7:30 Uhr wurden die Beschäftigten im öffentlichen Dienst aufgerufen. Zuvor war die zweite Verhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen ergebnislos geblieben.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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