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Jetzt streiken die Hochbahner im Berufsverkehr

Hamburg. Am kommenden Dienstag von Betriebsbeginn bis mittags wird es zu erheblichen Behinderungen bei Bus und Bahn kommen. Die ver.di ruft die 7000 Beschäftigen der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg zum Warnstreik auf. Eine große Kundgebung wird es um 8:30 Uhr auf dem Betriebshof Alsterdorf geben.

Es geht um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen – um Entlastung und Wertschätzung für einen harten anspruchsvollen Job, zumeist in wechselnden – oft sogar geteilten – Schichten und an Wochenenden. ver.di fordert unter anderem ein 13. Monatsgehalt, eine Erhöhung der Zulagen für belastende Dienste und Schichten und 30 Urlaubstage für alle als Standard.

Natale Fontana, Fachbereichsleiter Verkehr, ver.di Hamburg:

„Konkret heißt das: die Arbeitsplätze sind wenig attraktiv und folglich ist der Fachkräftemangel enorm, was wiederum zu einem negativen Kreislauf führt, der die Belastungsgrenze mittlerweile bei weitem überschreiten lässt. Alle Arbeitgeber – auch die in Hamburg – verweigern trotzdem Zusagen für bessere Bedingungen, was wir nicht nachvollziehen können. Unsere Kolleg*innen des ÖPNV bedauern diese Situation sehr und können nicht verstehen, dass ihnen die notwendige Anerkennung verwehrt wird, und werden jetzt handeln.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

9 Kommentare

  1. Sorry und wann wird endlich der Müll im Süderelberaum abgeholt. Wegen Streik seit 2 Wochen nix passiert. Wer sagt das den Ratten, die sich freudig über die Müllberge hier hermachen????

  2. Verdi hat nun „nur“ mit einem Warnstreik so ziemlich alle Beruftstätigen getroffen, die morgens pünklich zur Arbeit antreten müssen. Der Verdienstausfall der Pendler ist mit min.6h enorm.
    Das die S-Bahn zusätzlich diese Pendler aufnehmen musste, ist in Corona-Distanz-Zeiten ein Witz und stellt die Frage, ob dieser Covid19-Notstand nicht auch das Streikrecht zumindest in relevanten Teilen (Nah-+Berifstverkehr) aussetzen sollte, wie die Freizügigkeit und das Demonstrationsrecht.
    Oder hat Verdi so viel Macht, um die Bürger dermassen mit 2 Mass zu messen.
    Vielleicht sollte man doch den Nahverkehr „outsorcen“ und die Macht der Gross-Gewerkschaften limitieren.

  3. Ich muß am 29.09. 8.30 in der Mönkebergstr. (Arzttermin) sein. Steige in Farmsen ein und fahre bis Hauptbahnhof mit der U 1. Wird U 1 auch bestreikt?

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