Politik

„Alte Süderelbe: Mehr als eine halbe Milliarde Euro zur Zerstörung eines wertvollen Biotops?“

Harburg. Der Harburger FDP-Bezirksvorsitzende Kurt Duwe kritisiert die vom „Forum Tideelbe“ vorgestellten Pläne zur Öffnung der Alten Süderelbe scharf: „Exorbitante Kosten, kaum messbare Auswirkungen auf die Strömungen und Wasserstände der Unterelbe und der unwiederbringliche Verlust eines wertvollen Biotops – was bitteschön spricht für eine Wiederöffnung der Alten Süderelbe? Was kann wahnsinniger sein? Als Ozeanograph, der selbst frühere Planungen eines Anschlusses dieses Altarms untersucht hat, kann ich nur sagen: Für ein paar Jahre wird sich eine temporäre Schlickfalle bilden. Danach wäre auch der Tideeffekt in der Elbe dahin. Und in jedem Fall würde das wertvolle Stillwasserbiotop und Naturschutzgebiet zerstört.  Von den negativen Auswirkungen auf den Obstbau und den Wasserhaushalt ganz zu schweigen. Die Harburger FDP lehnt diese Planungen kategorisch ab. Falls diese Menge Geldes wirklich für den Naturschutz zur Verfügung stünde, könnte man damit sehr viel Sinnvolleres für den Gewässerschutz in Hamburg machen. Zum Beispiel die weitere Renaturierung von Fließgewässern mit Fischaufstiegsmöglichkeiten, mit dem Aufkauf von breiten Gewässerrandstreifen und dem Bau weiterer Regenrückhaltebecken.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Ein Kommentar

  1. Herr Duve hat absolut recht! Die Vernichtung dieses Paradieses, von fleißigen Händen über viele Jahre gepflegt und geschützt, wäre eine Katastrophe!

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