Neu Wulmstorf

Wegen A26-Bau: Radfahrer müssen lange Umwege fahren

Neu Wulmstorf. Am 10.10 trafen sich auf Einladung von SPD und ADFC mehr als 120 Radler, um gegen die Sperrung  der Freizeitrouten 11 und 13 in Hamburg und der Wegeverbindung zwischen Neu Wulmstorf und  Neuenfelde zu demonstrieren. Die DEGES, die Baugesellschaft der Bundes für den Autobahnbau,  hatte diese Sperrung Ende September veranlasst und großräumige Umleitungen eingerichtet. Diese  Umleitungen bedeuten aber für den Weg nach Neuenfelde einen Umweg von mehr als 6 Kilometern,  weil zeitgleich auch der Radweg an der L235 zwischen Neu Wulmstorf und Rübke gesperrt ist. 

Der Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat, Tobias Handtke, kritisierte, dass die Sperrung bis  2024, also mehr als 3 Jahre andauern soll. Der Radweg im Verlauf des Elstorfer Heuweges zum  Nincoper Deich ist dabei nicht wirklich unpassierbar, sondern eben „nur“ gesperrt. Das könne über einen so langen Zeitraum nicht hingenommen werden. 

Joachim Franke als Sprecher der Ortsgruppe Neu Wulmstorf des ADFC ergänzt: “Mit Blick auf das Ziel  der Mobilitätswende sind so umfassende Behinderungen für Fußgänger und Radfahrende nicht  tragbar. Diese Wegeverbindung wird von bis zu 100 Radlern täglich als Arbeitsweg genutzt, sei es zu  Airbus oder zur Fähre nach Finkenwerder. Hinzu kommen zahlreiche Freizeitradler, die diese  Autofreie Strecke gern mit ihren Kindern befahren. Wir verstehen nicht, warum die Wege nicht wie  bei den Arbeiten am Niedersächsischen Teil der Autobahntrasse durchgehend passierbar bleiben  können. Aus unserer Sicht dient die Sperre allein der Leichtigkeit des Baustellenverkehrs. Dabei  müssen und werden die Wege doch für Landwirte nutzbar bleiben. Dann sollten auch Radfahrer und  Fußgänger die Baustelle passieren können. Wir hoffen nun auf konstruktive Lösungen bei einer Besprechung mit der DEGES.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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