Winsen

Festnahme nach häuslicher Gewalt

Winsen. Ein 43-jähriger Mann hat am Dienstag gegen 15:30 Uhr für einen größeren Einsatz von Polizei und Rettungsdienst gesorgt. Der Mann hatte zunächst wegen eines angeblichen medizinischen Notfalls den Rettungsdienst verständigt. Als die Besatzung des Rettungswagens vor Ort eintraf, verweigerte er den Zutritt zur Wohnung und beschimpfte und bedrohte die Mitarbeiter. Seine 38-jährige Partnerin, die die Wohnung verlassen wollte, drängte er zurück. Die Rettungsdienstmitarbeiter verständigten daraufhin die Polizei.

Mit dem Eintreffen Der ersten Polizeibeamten zeigte sich der 43-Jährige plötzlich mit einer Schusswaffe in der Hand an einem Fenster seiner Wohnung. Daraufhin wurden sofort zahlreiche Kräfte nachalarmiert. Der Bereich vor dem Wohnhaus wurde abgesperrt. Mehrfach hielt der Mann die Waffe drohend aus dem Fenster. Schließlich gelang es den Polizeibeamten, den Mann dazu zu bringen, die Pistole aus dem Fenster zu werfen und die Wohnung zu verlassen. Er wurde vorläufig festgenommen. Die Pistole, eine ungeladene Schreckschusswaffe, wurde sichergestellt.

In der Wohnung trafen die Beamten anschließend auf die 38-jährige Partnerin des Mannes. Sie war offenbar während eines heftigen Streits mit dem 43-Jährigen mehrfach von ihm gewürgt und geschlagen worden. Eine medizinische Behandlung war nicht erforderlich. Gegen den 43-Jährigen, der zum Tatzeitpunkt unter starkem Alkoholeinfluss stand, wird nun wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und Bedrohung ermittelt.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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