Neugraben-Fischbek

NSU-Drohung: Datenabfragen offenbar auch in der Wache Neugraben

Neugraben-Fischbek. In einem Unterstützer-Tweet hatte die „Seebrücke Hamburg“ am gestrigen Donnerstag zu einer Kundgebung vor dem Polizeirevier in Neugraben aufgerufen. Nach deren Angaben soll es in der Wache im Juni 2020 zu Datenabfragen gekommen sein, die unter anderem der taz-Journalistin Hengameh Yaghoobifarah zum Nachteil gereichten. Ihre persönlichen Daten wurden offenbar sachgrundlos angefragt. Fortan erhielt sie ein vom “NSU 2.0.” unterschriebenes Drohschreiben und sieht sich übler Hetze ausgesetzt.

In Redebeiträgen forderten die Teilnehmer am Freitag um 16 Uhr unter anderem ein Antidiskriminierungsgesetz nach Berliner Vorbild sowie eine Entmilitarisierung und Verkleinerung der Polizei. Während der Kundgebung riefen die Demonstranten unter anderem Parolen wie „Nazis morden, der Staat macht mit – der NSU war nicht zu dritt.“ Außerdem saß eine junge Frau in Polizei-Kostüm an einem Schreibtisch vor der Kundgebung. Die Versammlung verlief friedlich. 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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