Hamburg

Zahlreiche Warnstreiks am Donnerstag

Hamburg. Um den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde zu erhöhen und sie zu Verhandlungen über ein Angebot auf Augenhöhe zu bewegen, hat ver.di Hamburg die Beschäftigten der HPA (Hamburg Port Authority), BSR (Bundesamt Seeschifffahrt und Hydrographie),  der Stadtreinigung, der Bundesagentur für Arbeit und den Sozialversicherungen für  Donnerstag, den 22. Oktober 2020, ganztägig zum Warnstreik aufgerufen. Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert 4,8% mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro.

Sieglinde Frieß, stellvertr. Landesbezirksleiterin, ver.di Hamburg: „Dieser Warnstreik ist der letzte vor den am Mittag des 22.10.20 beginnenden Verhandlungen. Das Resümee kann sich sehen lassen! Wir haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen viele Menschen erreicht und ausreichend Druck organisiert. Mein Dankeschön gilt den Streikenden aber auch den Bürger*innen, die alle in vorbildlicher Weise zueinander gestanden haben. Dieses gemeinsame Verständnis erwarten wir nun auch von dem Arbeitgeber und fordern eine klare Kante für ihre Beschäftigten.“

Rainer Hahn, Personalratsvorsitzender der Stadtreinigung Hamburg und Mitglied der Bundestarifkommission:„30 Euro Mindestbetrag und das nur einmal, das ist eine Affront für alle Kolleg*innen in den unteren Einkommensgruppen. Auch die reine Verlängerung der Altersteilzeit erkennt nicht den Bedarf an. Gerade wir in der Stadtreinigung halten Tag für Tag unsere Knochen hin und müssen in der Krise noch mehr leisten. Dafür haben wir mehr verdient als nur Brotkrümel. Wenn die Arbeitgeber weiterhin motivierte Beschäftigte haben wollen, dann müssen sie endlich mehr rausrücken!“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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