Hamburg

Deutschland geht in den „temporären“ Lockdown

„Die aktuelle Lage der Pandemie ist in jeder Hinsicht besorgniserregend“, heißt es aus der Versammlung der Ministerpräsidenten, die am Mittwoch per Videoschalte zur aktuellen Lage beraten haben. In Hamburg seien die Mediziner in den Kliniken sehr besorgt, berichtet der Bürgermeister in seiner Presseerklärung. Die Situation in den Krankenhäusern seien demnach in einer ernsten Lage.. In einer Beschlussvorlage vom 27. Oktober wird u.a. vorgeschlagen:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist ab sofort nur den Angehörigen des eigenen Hausstandes und maximal eines weiteren Hausstandes gestattet.
  • Institutionen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Das betrifft u.a. Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen. Messen, Kinos, Freizeitparks und sämtliche Anbieter von Freizeitaktivitäten drinnen und draußen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen. Außerdem Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen.
  • Der Freizeit- und Amateursportbetrieb wird untersagt. Fitnessbetriebe werden geschlossen.
  • Sämtliche Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen, dazu zählen Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen. Der Außer-Haus Verkauf ist gestattet.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege werden geschlossen. Medizinische Behandlungen bleiben möglich, Friseure dürfen weiter öffnen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, muss aber zukünftig sicherstellen, dass pro 25 m² Verkaufsfläche max. eine Person Zutritt erlangt.

Für die betroffenen Unternehmen soll es eine gezielte Hilfe geben. Wie am Abend bekanntgegeben wird, wurde der Beschlussvorschlag weitestgehend übernommen. Diese Regelung gilt bereits ab Montag, den 2. November. Die von uns dargestellten Punkte sind nicht vollständig, alle Informationen gibt es auf der Seite der Stadt Hamburg. Spielplätze und Schulen sind zunächst nicht von Maßnahmen betroffen. Mitte November tagt die Ministerpräsidenten-Konferenz um über weitere Maßnahmen zu beraten.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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