Gesundheit

Herzwochen 2020 – Frühzeitiges Handeln bei Herzschwäche ist ein Muss

Heimfeld. Herzschwäche oder Herzinsuffizienz ist in Deutschland nach einer Geburt der häufigste Grund für einen Aufenthalt im Krankenhaus. Während der Herzwochen im November macht Chefarzt Dr. med. Ryszard Wesolowski, Chefarzt Kardiologie und internistische Intensivmedizin in der Helios Mariahilf Klinik Hamburg, auf die Folgen aufmerksam.

Die Herzschwäche lässt sich in zwei Formen unterscheiden. Bei der systolischen Herzschwäche fehlt dem Herzen die Kraft, ausreichend Blut in den Kreislauf zu pumpen. Bei der diastolischen Herzschwäche fehlt dem Herzen die Elastizität, um genügend Blut aufzunehmen und wieder in den Kreislauf zu pumpen. „Unter dieser Schwäche leiden mehr Frauen als Männer“, erklärt der Chefarzt.

Deutliche Warnzeichen für die Herzschwäche sind laut Dr. med. Ryszard Wesolowski Atemnot, Abnahme der Leistungsfähigkeit mit Luftnot etwa beim Treppensteigen oder Schwellungen und Flüssigkeitsanlagerungen an den Knöcheln und Unterschenkel. „Diese Symptome sollten unbedingt vom Hausarzt oder Kardiologen abgeklärt werden.“ Auch ständig kalte Finger oder Zehen, häufiger nächtlicher Harndrang und schnelles Herzklopfen könnten Hinweise sein.

Herzinsuffizienz ist häufig eine Folgeerkrankung. Die Durchblutungsstörung des Herzens (KHK), Bluthochdruck und Diabetes zählen zu den häufigsten Gründen, entzündliche Herzkrankheiten können ebenfalls zu Herzschwäche führen. „Wir sehen die Symptome aber auch als Folgen von Alkohol-, Drogen-oder Medikamentenmissbrauch“, so Dr. Wesolowski.

Doch es gibt auch Möglichkeiten, der Herzschwäche vorzubeugen. Der Experte erklärt: „Vorerkrankungen müssen richtig behandelt werden, der Blutdruck richtig eingestellt. Dazu kommen die Klassiker: Regelmäßige Bewegung gegen Übergewicht und um Stress zu reduzieren. Gesunde Ernährung, um das verringerte Gewicht zu halten. Auf das Rauchen sollte komplett verzichtet und Alkohol nur in Maßen genossen werden.“

Damit die Herzschwäche richtig behandelt werden kann, ist es auch in der jetzigen Zeit wichtig, die Symptome beim Arzt abklären zu lassen, erläutert der Chefarzt. „Wir haben leider im Frühling vermehrt Patienten gehabt, die mit Problemen nicht zum Arzt gegangen sind. Das kann nachher zu irreparablen Schäden führen. Scheuen Sie sich also bitte nicht, ihren Arzt aufzusuchen!“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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