Harburg

Polizei verfolgt flüchtigen Golf-Fahrer

Harburg. Beamte des Polizeikommissariats 46 nahmen gestern Nachmittag einen 31-jährigen Georgier vorläufig fest. Der Mann war zusammen mit zwei weiteren bislang unbekannten Personen in einem VW Golf vor der Polizei geflüchtet. Der Besatzung eines Funkstreifenwagens des Polizeikommissariats 46 fiel im Harburger Ring ein VW Golf auf, da sich am vorderen Kennzeichen eine TÜV-Plakette befand. Als der mit drei Personen besetzte Pkw angehalten werden sollte, erhöhte der Fahrer die Geschwindigkeit und flüchtete in Richtung Seehafenbrücke.

Die weitere Flucht durch Harburg führte unter anderem über die Seevestraße, den Reeseberg und die Winsener Straße zunächst bis zur Wilhelmstraße. Hier wurde der Golf auf den Gehweg gelenkt und kam dort, aufgrund eines parkenden Pkw, zum Stehen. Das Fluchtfahrzeug wurde sogleich mit zwei Funkstreifenwagen blockiert. Als sich die Beamten dem Pkw zu Fuß näherten, fuhr dieser an, rammte einen Funkstreifenwagen und einen parkenden Pkw und setzte seine Flucht fort.

In der Julius-Ludowieg-Straße wurde vom Fluchtfahrzeug ein weiterer unbeteiligter Pkw gerammt. Der durch die Kollision quer auf der Fahrbahn stehende Pkw verzögerte die weitere Verfolgung, sodass die Beamten den flüchtenden Golf aus den Augen verloren. Im Rahmen der Fahndung wurde das mittlerweile verlassene Fluchtfahrzeug in der Goeschenstraße/Hastedtstraße aufgefunden.

Einer der flüchtigen Tatverdächtigen, ein 31-jähriger Georgier, wurde noch in der Goeschenstraße gestellt, vorläufig festgenommen und zum Polizeikommissariat 46 transportiert. Hier fanden die Beamten eine geringe Mengen Betäubungsmittel. Der 31-Jährige wurde nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Ob es bei dem Mann um den Fahrer gehandelt hat ist unter anderem Bestandteil der weiteren Ermittlungen.

Die beiden weiteren Insassen des Fluchtfahrzeugs konnten nicht mehr angetroffen werden. Der VW Golf, dessen Kennzeichen nicht zum Fahrzeug gehörten, wurde sichergestellt. Insgesamt missachtete der Fahrer während der Flucht mehrfach rote Ampeln, gefährdete andere Verkehrsteilnehmer und versuchte zudem auch während der Fahrt einen Funkstreifenwagen zu rammen. Sämtliche Aufforderungen zum Halten wurden vom Fahrer ignoriert.

Bei dem Einsatz waren elf Funkstreifenwagen beteiligt. Drei davon wurden im Zusammenhang mit der Flucht beschädigt. Von den eingesetzten Beamten wurde niemand verletzt. Darüber hinaus beschädigte der Fahrer des Fluchtwagens einen Peugeot, einen Seat, einen BMW und einen Fiat. Die Ermittlungen, insbesondere zu den weiteren Insassen, zum Fahrer und zum Tatfahrzeug dauern an.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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