Politik

Vier tote Obdachlose in sechs Tagen – Was sind die Konsequenzen?

Hamburg. Nach Informationen des Straßenmagazins Hinz&Kunzt sind in den Tagen seit dem Jahreswechsel bereits mindestens vier obdachlose Menschen in Hamburg verstorben. Stephanie Rose, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Vier Tote auf unseren Straßen in nur sechs Tagen – diese dramatischen Nachrichten finde ich erschütternd. Bereits im vergangenen Jahr sind mindestens neun Menschen auf der Straße verstorben. Das alles ist nicht hinnehmbar und wirft viele Fragen auf – etwa die, warum Menschen es vorziehen, trotz Corona und Kälte auf der Straße zu nächtigen und nicht die städtischen Notunterkünfte aufzusuchen. Oder auch, warum nichts gegen die zunehmende Verelendung der Menschen getan wird. Als Oppositionsfraktion haben wir immer wieder Vorschläge eingebracht: die ganztägige Öffnung des Winternotprogramms, die Unterbringung von obdachlosen Menschen in Hotels und auch die Einrichtung eines Runden Tischs, um Versorgungslücken des Hamburger Hilfesystems aufzudecken. Doch alle unsere Anträge wurden in der Bürgerschaft abgelehnt. Jetzt fällt draußen Schnee und für die kommenden Tage sind Temperaturen um den Gefrierpunkt vorhergesagt – wir können uns als reiche Stadt kein weiteres Abwarten leisten! Damit nicht noch mehr Menschen auf unseren Straßen sterben, muss der Senat noch in dieser Woche damit beginnen, erste Hotelzimmer für die Betroffenen zur Verfügung zu stellen.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

Pressemitteilungen sind oft Texte von Unternehmen, Institutionen und Parteien. Es handelt sich dabei nicht um eine neutrale Berichterstattung im üblichen journalistischem Sinne. Oft werden Pressemitteilungen aus der Sicht des Verfassers formuliert. Die Redaktion von Aktuelles aus Süderelbe prüft diese eingesandten Manuskripte lediglich auf nicht belegbare Behauptungen und rechtliche Aspekte nach bestem Gewissen.

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