Politik

Impfungen: Die Linke will sich über den Sachstand informieren lassen

Harburg. „Die Impfungen gegen das Corona-Virus haben begonnen – das ist eine gute  Nachricht“, stellt Ulla Taha, stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. in  der Harburger Bezirksversammlung fest. „Jetzt sind erst einmal die Menschen mit  höchster Priorität an der Reihe – diejenigen, die in Pflegeberufen arbeiten und  diejenigen, die über 80 Jahre alt sind. Sie sind am meisten durch das Virus  gefährdet – sie müssen wir zuerst schützen.“ 

Danach kommt die übrige Bevölkerung gestaffelt nach Priorität an die Reihe.  Faktoren sind dabei zum einen das Alter, aber auch Vorerkrankungen. Hier sollen  die Arbeitgeber und Behörden die Bürger*innen anschreiben. „Die Menschen nach  ihrem Alter anzuschreiben und über die Impfung zu informieren ist für Behörden  und Arbeitgeber durchaus möglich. Aber wie erfahren Menschen mit  Vorerkrankungen, dass sie sich impfen lassen können? Aufgrund des  Datenschutzes wissen Behörden und Arbeitsgeber natürlich nichts darüber“, so  Taha. „Und wie werden Menschen mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen  informiert, wie die Obdachlosen, die oftmals nicht einmal eine Meldeadresse  haben?“ 

Zudem ergeben sich auch aufgrund des Umstandes, dass es in Hamburg nur ein  einziges Impfzentrum in den Messehallen gibt, dringend zu klärende weitere  Fragen. „Wir wollen wissen: Wie kommen alte oder chronisch kranke Menschen,  denen jeder Weg schwerfällt, ins Impfzentrum? Wird es für sie einen Fahrdienst  geben? Oder werden sie von mobilen Impfteams versorgt? Das muss doch  dringend geklärt werden“, so Ulla Taha. 

DIE LINKE. hat deshalb in der Bezirksversammlung beantragt, dass die Behörde  für Gesundheit und Verbraucherschutz von der Bezirksversammlung gebeten  wird, zeitnah im Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Inklusion zu  diesen und weiteren Punkten zu berichten.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Pressemitteilung

Pressemitteilungen sind oft Texte von Unternehmen, Institutionen und Parteien. Es handelt sich dabei nicht um eine neutrale Berichterstattung im üblichen journalistischem Sinne. Oft werden Pressemitteilungen aus der Sicht des Verfassers formuliert. Die Redaktion von Aktuelles aus Süderelbe prüft diese eingesandten Manuskripte lediglich auf nicht belegbare Behauptungen und rechtliche Aspekte nach bestem Gewissen.

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