Politik

Anstieg häuslicher Gewalt in Hamburg

Harburg. Die GRÜNE Bezirksfraktion hat eine Anfrage an die Innenbehörde gerichtet, mit der sie das Ausmaß der angezeigten Straftaten im Bereich der häuslichen Gewalt in Harburg in Erfahrung bringen möchte. Hintergrund ist die aktuelle Kriminalstatistik, welche für das Jahr 2020 einen signifikanten Anstieg im Bereich der sogenannten Partnerschaftsgewalt zeigt. Im vergangenen Jahr wurden 5397 Menschen in Hamburg Opfer solcher Gewalttaten, fast 80% davon waren Frauen.

Die GRÜNE Bezirksfraktion möchte deshalb wissen: Wie hoch ist der Anteil der Frauen, die bei uns im Bezirk Opfer solcher Straftaten wurden und wie stark ist gegebenenfalls der Anstieg im Vergleich zu 2019? Heinke Ehlers, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in Harburg, erklärt: „Diese Informationen sind wichtig, um im Bezirk gezielt Programme zu erarbeiten, welche Betroffene unterstützen können.“

Des Weiteren solle die Anfrage Informationen zur polizeilichen Interventionsmaßnahme „Wegweisung“ einholen. Diese besteht aus einer Wohnungsverweisung sowie einem Rückkehr- und Betretungsverbot und soll die Opfer vor weiterer häuslicher Gewalt schützen. Die GRÜNE Bezirksfraktion möchte wissen, ob aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie gegebenenfalls von Verfügungen solcher Wegweisungen abgesehen wurde, weil die gewalttätige Person keine andere Unterkunft hätte aufsuchen können und wenn ja, wie dann sichergestellt wurde, dass es nicht erneut zu gewalttätigen Übergriffen kommen konnte. Darüber hinaus soll die Anfrage die Auslastung der Frauenhäuser und die Anzahl von Kindern und Jugendlichen in Harburg in Erfahrung bringen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden.

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