Neu Wulmstorf

Tobias freut sich über ein neues Gokart

Neu Wulmstorf. Ein verschwundenes Gokart aus den Laurens-Spethmann-Häusern in Neu Wulmstorf hat auf Facebook eine riesige Welle an Hilfsbereitschaft in der Gemeinde bis hin nach Jork – zum Unternehmen Paul Cordes Landmaschinen – ausgelöst. Aber der Reihe nach: Das entwendete Gokart gehört Tobias Hahn, einem Bewohner der Laurens-Spethmann-Häuser in Neu Wulmstorf, die von der Integrativen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft LeA, betrieben werden.

Haustechniker Djordje Marinkovic entdeckte Ende Januar, dass das Gefährt nicht mehr an seinem Platz im Carport steht. Tobias war natürlich sehr traurig über den Verlust, da er sein Gokart heiß und innig geliebt und immer scheckheftgepflegt hat. Sofort wurde eine Suche auf der Facebook-Seite von LeA veröffentlicht und in den relevanten Gruppen Neu Wulmstorfs geteilt. Und genauso schnell und vor allem zahlreich wurde der Beitrag von anderen Usern gelikt und geteilt.

Erste Sichtmeldungen führten in den Weidenring, wo das Gokart wohl schon länger stand. Es war inzwischen von der Polizei gekennzeichnet worden als Fundsache der Gemeinde Neu Wulmstorf und wartete auf Abholung durch Mitarbeiter*innen des Bauhofs. Nur: Als diese an der Fundstelle ankamen, war das Gokart erneut „verschwunden“ und bis heute nicht wiederaufgetaucht.

Die gute Nachricht: Auch Petra Cordes vom Unternehmen Paul Cordes Landmaschinen in Jork, welches neben Schleppern und Landmaschinen nebst Kundendienst, Reparatur-Werkstatt und Ersatzteil-Service auch BERG Gokarts anbietet, hatte die Suche auf Facebook verfolgt. Sie sagte sich „Das Ganze ist doch eine riesengroße Unverschämtheit“, erklärte sich bereit, Tobias ein neues Gokart aus ihrem Fuhrpark zu spenden – und brachte es kurzerhand persönlich bei ihm vorbei. Er hat sich sehr gefreut über diese herzensgute Spende und kurvt seitdem wieder freudig auf dem Gelände von LeA herum. Diese Aktion zeigt einmal mehr, wie viel Soziales tatsächlich in den sozialen Medien stecken kann – und das ist ja gerade in dieser Zeit ein schönes Zeichen der Verbundenheit.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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